Primat des Papstes, Reform der Kirche, Rede von Gott

Di., 24.11.2015
Abendveranstaltung

Das Vierte Laterankonzil 1215:
Zu seiner Bedeutung in Geschichte und Gegenwart


Programm

Dienstag, 24. November 2015

Imbissmöglichkeit
(ab einer Stunde vor Beginn)

 

17.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Florian Schuller

17.15 Uhr

Das Vierte Laterankonzil und Papst Innozenz III.
als alleiniges Haupt der Christenheit.
Höhepunkt päpstlicher Machtentfaltung?
Prof. Dr. Klaus Herbers,
Professor für Mittelalterliche Geschichte und
Historische Hilfswissenschaften an der Universität
Erlangen-Nürnberg

18.00 Uhr Pause
18.15 Uhr

Das Vierte Laterankonzil und seine Bedeutung
für die Gestalt der Lateinischen Christenheit.
Zu Rezeption und Wirkung der 70 Reformgesetze
der Kirchenversammlung
Prof. Dr. Werner Maleczek,
Professor für Mittelalterliche Geschichte
an der Universität Wien

19.00 Uhr Imbisspause
19.30 Uhr

Die größere Unähnlichkeit Gottes und die
Möglichkeit des Redens von Gott –
Perspektiven mittelalterlicher und gegenwärtiger Philosophie
Prof. Dr. Johannes Brachtendorf,
Professor für Philosophische Grundfragen
der Theologie an der Universität Tübingen

20.15 Uhr Diskussion
21.15 Uhr Ende der Veranstaltung
Organisation: Stephan Höpfinger
Zum Thema

Das Vierte Laterankonzil vor 800 Jahren war eine der bedeutendsten Kirchenversammlungen des Mittelalters. Von Papst Innozenz III. (1198-1216) einberufen, tagte sie vom 11. bis 30. November 1215 in S. Giovanni in Laterano in Rom.

Dominierende Gestalt war Innozenz III., unter dem das mittelalterliche Papsttum auf der Höhe seiner geistlichen und weltlichen Autorität stand. Für ihn waren die Reform der gesamten Kirche und die Wiedergewinnung des Heiligen Landes durch einen Kreuzzug die beiden wichtigsten Themen des Konzils, dem er allerdings lediglich beratende Funktion zumaß.

Insgesamt verabschiedete das Konzil 70 Dekrete, etwa über dogmatische Fragen, die kirchliche Ordnung und die Reform des Klerus. Die Beschlüsse hatten weit reichenden Einfluss auf die Entwicklung von Kirche und Gesellschaft im Mittelalter, zum Beispiel zur territorialen Struktur der Kirche; nicht wenige dieser Bestimmungen haben sogar bis in die Gegenwart kirchenrechtliche Gültigkeit.

Unter anderem zentral für die Geschichte der systematischen Theologie bis heute formulierte das Konzil die Aussage zur sogenannten „Analogie“ beim Reden über Gott, dass nämlich die Unähnlichkeit zwischen Schöpfer und Geschöpf immer größer sei als deren Ähnlichkeit.

Es lohnt sich also deutlich auch nach 800 Jahren, dieser prägenden Kirchenversammlung nachzuspüren.


Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Katholische Akademie
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit


Anmeldung

Anmeldeschluss ist Freitag, 20. November 2015.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Eintrittskarten zum Preis von € 14,– (ermäßigt
€ 7,–) sind an der Abendkasse erhältlich.

Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung
mit Frühstück im Einzelzimmer für € 49,–
(ermäßigt € 41,–) oder im Doppelzimmer für
€ 39,50 (ermäßigt € 33,50) pro Person.

Die ermäßigten Preise gelten für Studierende bis zum
vollendeten 30. Lebensjahr und für Schüler.

Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

Eventuell gewünschte Übernachtungen können dann
nur nach telefonischer Rücksprache (089 / 38 10 20)
gegebenenfalls noch gebucht werden.

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