Plastikmüll im Meer - sichtbare und unsichtbare Gefahr

Mi., 12.02.2014
Abendveranstaltung in der Reihe "Wissenschaft für jedermann" im Deutschen Museum

Programm

Mittwoch, 12. Februar 2014

19.00 Uhr

Einführung
Prof. Dr. Markus Vogt,
Professor für Christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München

19.10 Uhr

Prof. Dr. Gerd Liebezeit,
Professor am Institut für Chemie und Biologie des Meeres, Universität Oldenburg

Plastikmüll im Meer –
sichtbare und unsichtbare Gefahr

 

20.00 Uhr Diskussion
21.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Prof. Dr. Markus Vogt
Organisation: Michael Zachmeier
Zum Thema

Seit 1950 ist die Plastikproduktion weltweit von 1,7 Millionen auf 280 Millionen Tonnen gestiegen. Davon werden ca. 35 % nur für kurzlebige Verpackungen genutzt, weitere 19 % für die einmalige Verwendung. Wiederverwendet wird in der EU nur etwa die Hälfte, die andere Hälfte landet unkontrolliert im Müll.

Wo es keine geregelten Entsorgungsmechanismen gibt, gelangt der Müll direkt in Flüsse, Seen und vor allem ins Meer. Nach vorsichtigen Schätzungen treiben dort ca. 100 Millionen Tonnen Plastikmüll. Nahezu 70 % sinkt zu Boden, der treibende Anteil sammelt sich im offenen Ozean, in den großen Wirbeln oder an Stränden. Jährlich verenden nach aktuellen Schätzungen über 100.000 marine Säuger und eine Million Seevögel, weil sie diesen Makromüll fressen.

Große Müllteile zerfallen unter der Einwirkung von Wellen und UV-Strahlung. Weichmacher und andere Additive werden ausgelaugt; das spröde gewordene Material zerfällt zu Mikroplastik mit Teilchen unter 5 mm. Diese wiederum werden in Kläranlagen nicht vollständig aus dem geklärten Abwasser herausgefiltert und gelangen so in das Küstenmeer: eine Gefahr, die man erst seit wenigen Jahren erkennt.

Mikroplastik wird mittlerweile in allen marinen Organismen und einigen Süßwassertieren gefunden und über die Nahrungskette weitergegeben. Es kann zudem aus dem Wasser Schadstoffe aufnehmen, die im Magen-Darm-Trakt wieder freigesetzt werden. Die Lebensdauer von Plastik in natürlichen Gewässern wird auf mehrere hundert Jahre geschätzt. Dieses Problem bleibt der Menschheit also lange erhalten und wird sich noch deutlich verschärfen.

 

Gerd Liebezeit

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Ehrensaal des Deutschen Museums
Museumsinsel 1, München

Telefon: 089 / 21 79 - 1
Telefax: 089 / 21 79 - 3 24

www.deutsches-museum.de

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Dienstag, 11. Februar 2014.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

 

Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

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