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| Mittwoch, 17. November 2010 | |
|---|---|
| 18.00 Uhr | Begrüßung |
| 18.15 Uhr | Prof. Dr. Hans Lauter, em. Professor für Psychiatrie an der TU München „Es kommen härtere Tage.“ Gedanken eines Psychiaters zur Altersdemenz |
| 18.45 Uhr | Prof. Dr. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie an der Universität Heidelberg „Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn.“ Lebensqualität und Menschenwürde demenzkranker Menschen aus fachlicher und ethischer Sicht |
| 19.15 Uhr | Imbiss-Pause |
| 19.45 Uhr | Alzheimer ohne Scham. Ein Gespräch mit Christian Zimmermann, München Einführung und Moderation: Prof. Dr. Alexander Kurz, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Klinikum rechts der Isar der TU München anschließend Diskussion mit den Referenten und zu Fragen aus dem Publikum |
| 21.00 Uhr | Ende der Veranstaltung |
| Organisation: | Michael Zachmeier |
Eine Diagnose Demenz erschreckt, und das nicht von ungefähr: mittlerweile rund 1,5 Millionen Bundesbürger (mit steigender Tendenz) leiden an dieser gleichermaßen unaufhaltsamen wie immer noch unheilbaren Krankheit, die wesentliche Grundlagen geistiger Existenz und personaler Identität zunichte machen kann. Für Betroffene wie für Angehörige stellt sie deshalb ein schwerwiegendes Schicksal dar. Dies umso mehr, als es ein verständlicher Wunsch des Menschen ist, seine Vitalität und Selbstbestimmung auch im Alter zu bewahren.
Und dennoch stimmen die medizinischen und psychologischen Erfahrungen – nahezu ausnahmslos führt die Erkrankung zu einer Stärkung des Lebenswillens, mehr noch: zu einer Freisetzung individueller Ressourcen, insbesondere in den Bereichen Gefühlswelt und Bindungsvermögen. Solange sich der Erkrankte von der Zuwendung Anderer begleitet fühlt, empfindet er sein Leben trotz aller Einschränkungen und Verluste nicht als unerträglich. Dies setzt allerdings voraus, sich in die Bedürfnisse des Demenzkranken einzufühlen und von allen palliativen Möglichkeiten Gebrauch zu machen, die zu einer Erhöhung der Lebensqualität beitragen.
Vielleicht kann aber die Häufung von Demenzerkrankungen auch als Aufforderung verstanden werden, die Grenzen, die uns im höheren Lebensalter gesetzt sind, bewusst zu akzeptieren und in der Gesellschaft Mitverantwortung für eine humane Kultur menschlichen Lebens und Sterbens zu übernehmen. Dafür versucht das Forum den Blick zu schärfen.
Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Bitte bis spätestens Montag, 15. November 2010.
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.
Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.