Meister Eckhart - interreligiös

Fr., 28.03.2014 bis So., 30.03.2014
Tagung mit der Meister-Eckhart-Gesellschaft

Programm

Vorträge jeweils 30 Minuten, anschließend
15 Minuten für Nachfragen und Diskussion

Freitag, 28. März 2014

13.30 Uhr

Begrüßung
Dr. Florian Schuller
Prof. Dr. Dietmar Mieth


I.
Theologische und religionswissenschaftliche Sicht


13.45 Uhr

Meister Eckharts Offenheit und seine interreligiöse Präsenz
Prof. Dr. Dietmar Mieth,
Präsident der MEG, Max-Weber-Kolleg,
Universität Erfurt

14.30 Uhr

Konfigurationen von Mystik zwischen Indien und Europa
Prof. Dr. Angelika Malinar,
Professorin für Indologie, Universität Zürich

Moderation der Sektion I:

Professor Dr. Rudolf Weigand,
Professor für Ältere deutsche Literaturwissenschaft,
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

15.15 Uhr

Imbiss-Pause
mit einer Poster-Sektion für den
wissenschaftlichen Nachwuchs


II.
Die Bedeutung des jüdischen Religionsphilosophen
Moses Maimonides (ca. 1135-1204)
für das Denken Meister Eckharts


16.00 Uhr

Die Entdeckung des Moses Maimonides als eine
bedeutende Quelle des Eckhartschen Denkens durch
Peter Heidrich (1929-2007)
Prof. Dr. Udo Kern,
Professor für Evangelische Theologie,
Universität Rostock

16.15 Uhr

„...die Wahrheit annehmen, aus welcher Quelle auch
immer sie stammt“ – Maimonides als Quelle der
theologischen Methodologie und Attributenlehre
Eckharts von Hochheim
Dr. des. Christian Ströbele,
Wissenschaftlicher Assistent für Fundamentaltheologie,
Universität Tübingen

17.00 Uhr

„Deus est unus omnibus modis“.
Meister Eckharts Rezeption und Transformation der
Einheitsmetaphysik des Moses Maimonides
und ihrer intellekttheoretischen Grundlegung
Prof. Dr. Dr. Markus Enders,
Professor für christliche Religionsphilosophie,
Universität Freiburg i.Br.

Moderation der Sektion II:

Prof. Dr. Loris Sturlese,
Professor für Geschichte der Philosophie des Mittelalters,
Universität Lecce

17,45 Uhr

Abendessen


III.
Abendvortrag


19.00 Uhr

Meister Eckhart und Zen –
interreligiös – überreligiös – a-religiös
Prof. Dr. Shizuteru Ueda,
em. Leiter des Zen-Zentrums,
Universität Kyoto

20.00 Uhr Diskussion
Moderation der Sektion II: Prof. Dr. Dietmar Mieth


Samstag, 29. März 2014

8.00 Uhr Laudes in der Kapelle der Akademie
8.30 Uhr

Frühstück


IV.
Islamische Quellen und sufistische Parallelen
zum Denken Eckharts


9.00 Uhr

Islamische Quellen für das Denken Meister
Eckharts: Avicenna, Al Ghazzali, Averroes
Dr. Alexandra Beccarisi,
Dozentin für Philosophie, Universität Lecce

9.45 Uhr

Über die Liebe in der islamischen und christlichen Mystik
am Beispiel von Ibn Arabi und Meister Eckhart
Dr. Fateme Rahmati,
Dozentin für Islamwissenschaft,
Universität Frankfurt a.Main

10.30 Uhr

Imbiss-Pause

11.00 Uhr

Stages and Practices in the Way of Mystical Perfection:
Love versus Intellect
Dr. Saeed Zarrabi-Zadeh,
Islamwissenschaftler, Universität Erfurt

Moderation der Sektion IV:

Dr. h.c. Gotthard Fuchs,
Leiter des Referats Kultur-Kirche-Wissenschaft
der Diözese Limburg, Wiesbaden


V.
Hinduismus


11.45 Uhr

Meister Eckhart interreligiös – religionswissenschaftliche
Anmerkungen in Bezug auf (drei verschiedene) Hindu-Traditionen
Prof. Dr. Annette Wilke,
Professorin für Rel

12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr

Gott ist Liebe – eine komparativ-theologische Perspektive
auf westliche und östliche Mystik am Beispiel von
Texten Meister Eckharts und der Bhakti-Dichtung
Prof. Dr. Christine Büchner,
Professorin für Katholische Theologie,
Universität Hamburg

14.45 Uhr

Das Einheitsdenken Meister Eckharts im
Spiegel der BhagavadgĪtā
Prof. Dr. Francis D‘Sa SJ,
Religionswissenschaftler, Puna/Indien

Moderation der Sektion V:

Prof. Dr. Nigel Palmer,
Professor für Altgermanistik, Universität
Oxford

15.30 Uhr

Imbiss-Pause


VI.
Zen-Buddhismus


16.00 Uhr

Meister Eckhart und Zen
Prof. Dr. Teruhisa Tajima,
Professor für Philosophiegeschichte,
University Tokyo

Moderation der Sektion VI:

Dr. Mika Matsuda,
Dozentin für Philosophie,
Universität Kyoto


VII.
Chinesische Mystik


16.45 Uhr

Eckhart und Dao
PD Dr. Irmgard Rüsenberg,
Dozentin für Germanistische Mediävistik,
Universität Bonn

17.30 Uhr Pause
17.45 Uhr

Eckhart und Chu Hsi (Neokonfuzianismus)
Dr. Shuhong Zheng,
Dozentin für Theologie/Religionswissenschaft,
King‘s College London

Moderation der Sektion VII:

Prof. Dr. Markus Vinzent,
Professor für Historische Theologie,
King‘s College London

18.30 Uhr Abendessen


Sonntag, 30. März 2014


8.00 Uhr

Eucharistiefeier in der Kapelle der Akademie

8.45 Uhr Frühstück


VIII.
Mystik statt Religion?


9.30 Uhr

Individuelle Mystik und Eckhart heute
Prof. Dr. Ben Morgan,
Professor für Philosophie,
Universität Oxfor

10.15 Uhr

Meister Eckhart – postmodern?
Prof. Dr. Freimut Löser,
Professor für Deutsche Sprache und Literatur
des Mittelalters, Universität Augsburg

Moderation der Sektion VIII:

Dr. Regina D. Schiewer,
Forschungsstelle für geistliche Literatur des Mittelalters,
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

11.00 Uhr Imbiss-Pause


IX.
Schlusspodium:

Das interreligiöse Potential der Mystik Meister Eckharts und seine Bedeutung für die Zukunft


11.30 Uhr

Einführung
Prof. Dr. Dietmar Mieth

Podium mit

Dr. Dr. Felix Körner SJ,
Leiter des Istituto di Studi Interdisciplinari su Religioni e Culture
an der Päpstlichen Universität Gregoriana, Rom

Dr. Clemens Mendonca,
Direktorin des Institute for the Study of Religion,
Puna/Indien

Dr. Karl Heinz Witte,
Psychologischer Psychotherapeut, München

und anderen Referenten

Moderation des Schlusspodiums: Dr. h.c. Gotthard Fuchs, Wiesbaden
Organisation:

Prof. Dr. Dietmar Mieth
Prof. Dr. Christine Büchner
Prof. Dr. Dr. Markus Enders
Meister-Eckhart-Gesellschaft
Max-Weber-Kolleg, Universität Erfurt


Michael Zachmeier
Katholische Akademie in Bayern

Kooperationspartner: Meister-Eckhart-Gesellschaft
Max-Weber-Kolleg, Universität Erfurt
Zum Thema

Der Name „Meister Eckhart“ ist heute wie ein Schlüssel zur Tür des interreligiösen Gesprächs. Was aber macht ihn zu einem religiösen Botschafter und gleichzeitig Prüfstein solchen Gesprächs in weiten Teilen der Welt? Dass er mit der Menschwerdung Gottes das Menschsein jedes Einzelnen würdigt? Dass er maßgebliche Grundzüge seines eigenen Denkens nicht nur der christlichen Tradition verdankt, sondern dem jüdischen Religionsphilosophen Moses Maimonides und verschiedenen islamischen Philosophen?

Islamische Wissenschaftler werden bei der Tagung Meister Eckhart z.B. mit Ibn Arrabi und Rumi ins Gespräch bringen. Darüber hinaus wird seit dem 19. Jahrhundert die Verbindung der indischen Religiosität in ihren unterschiedlichen Ausprägungen mit Meister Eckhart erforscht.

Aber es gibt auch Differenzen, z.B. in der Wahrnehmung des Körpers, in den Formen der mystischen Versenkung, im Verständnis des Göttlichen und im Bezug auf die Institutionen der Gesellschaft.

Zum vierten Mal führen die Meister-Eckhart-Gesellschaft (MEG) und die Katholische Akademie Bayern eine Tagung zu Meister Eckhart mit namhaften Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland durch, wie zuletzt auch mit der DFG-Kolleg-Forschergruppe „Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive“ am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt.

 

Prof. Dr. Dietmar Mieth, Präsident der MEG

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Dienstag, 25. März 2014.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Teilnahmekarten und Essensbons erhalten Sie
an der Tageskasse.

 

Übernachtung

Aus organisatorischen Gründen ist für die Teilnehmer der 
Tagung leider keine Übernachtung im Kardinal Wendel Haus
möglich. Wir vermitteln jedoch auf Wunsch:

zum Tagungspreis Übernachtungen mit Frühstück
im Exerzitienhaus Schloss Fürstenried

oder zum ortsüblichen Preis in einem nahegelegenen Hotel.

 

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

Eventuell gewünschte Mahlzeiten oder Übernachtungen können dann
nur nach telefonischer Rücksprache (089 / 38 10 20) gegebenenfalls 
noch gebucht werden.

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