Julius II. und Leo X.

Mi., 13.02.2013 bis Sa., 16.02.2013
Historische Woche

Renaissancefürsten als Nachfolger Petri


Programm

Mittwoch, 13. Februar 2013

14.00 Uhr

Begrüßung

 

Das Pontifikat von Papst Julius II. –
Politische Zusammenhänge und Entwicklungslinien

 

14.15 Uhr

Renaissance als Reformprojekt?
Selbstdarstellung und Amtsführung Papst Julius‘ II.
Dr. Dr. Jörg Bölling,
Wissenschaftlicher Assistent am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Universität Göttingen

15.00 Uhr Imbisspause
15.30 Uhr

Alte Welten – Neue Welten.
Grenzerfahrungen und Entgrenzung durch die Europäische Expansion
Prof. Dr. Klaus Herbers,
Professor für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften, Universität Erlangen-Nürnberg

16.15 Uhr Pause
16.30 Uhr

Das Papsttum und die osmanische Expansion in Südosteuropa
in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts
Prof. Dr. Markus Koller,
Professor für die Geschichte des Osmanischen Reiches und der Türkei, Universität Bochum

17.15 Uhr Diskussion
18.00 Uhr Abendessen
19.00 Uhr Gottesdienst zum Aschermittwoch

Donnerstag, 14. Februar 2013

8.45 Uhr

Gesungene Laudes

9.15 Uhr

Konflikte um die Vorherrschaft in Italien.
Die französischen Feldzüge und das Eingreifen des Papstes
in den italienischen Krieg (1494-1513)
Prof. Dr. Elke Goez,
Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Monumenta Germaniae Historica, München

10.00 Uhr Imbisspause
10.30 Uhr

Das Papsttum und das Ringen um die mächtepolitische
Neugestaltung Italiens und Europas
Prof. Dr. Heinz Schilling,
Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit, Humboldt-Universität zu Berlin

11.15 Uhr Diskussion
12.00 Uhr

Mittagessen

 

Erasmus von Rotterdam


14.00 Uhr

Julius II., Leo X. und das Papsttum bei Erasmus von Rotterdam

Dr. Christoph Galle,
Akademischer Rat am Fachbereich Evangelische Theologie / Fachgebiet Kirchengeschichte der Universität Marburg

14.45 Uhr Imbisspause
15.15 -17.45 Uhr
(Pause 16.30-16.45)

Arbeitskreise zu den Beiträgen von

Dr. Dr. Jörg Bölling (Arbeitskreis 1)

Prof. Dr. Klaus Herbers (Arbeitskreis 2)

Prof. Dr. Markus Koller (Arbeitskreis 3)

Prof. Dr. Elke Goez (Arbeitskreis 4)

Prof. Dr. Heinz Schilling (Arbeitskreis 5)

 

18.00 Uhr Abendessen
19.00 Uhr

Erasmus von Rotterdam:
„Julius exclusus e coelis“
(Julius vor der verschlossenen Himmelstür)
Münchner Erstaufführung der Satire durch Studierende der Bayerischen Theaterakademie August Everding

Freitag, 15. Februar 2013

8.30 Uhr

Eucharistiefeier

 

Das Pontifikat von Papst Leo X. –
kirchliche Entwicklungslinien


9.15 Uhr

Die Medici und Florenz im Zeitalter der Renaissance
Dr. Tobias Daniels,
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bibliotheca Hertziana,
Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, Rom

10.00 Uhr Imbisspause
10.30 Uhr

Das päpstliche Rom als Sündenpfuhl?
Die Reform der Kirche zwischen frühchristlichen Utopien,
ekklesiologischen Alternativen und wirtschaftlichen Interessen
Prof. Dr. Klaus Unterburger,
Professor für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte,
Universität Regensburg

11.15 Uhr Diskussion
12.00 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr

Der Medici-Papst Leo X. und die beginnende Reformation:
Perspektiven und Interessen
PD Dr. Götz-Rüdiger Tewes,
Privatdozent für Mittlere und Neuere Geschichte,
Universität zu Köln

14.45 Uhr Imbisspause
15.15 -17.45 Uhr
(Pause 16.30-16.45)

Arbeitskreise zu den Beiträgen von

Dr. Christoph Galle (Arbeitskreis 6)

Dr. Tobias Daniels (Arbeitskreis 7)

Prof. Dr. Klaus Unterburger (Arbeitskreis 8)

PD Dr. Götz-Rüdiger Tewes (Arbeitskreis 9)

18.00 Uhr Abendessen
19.00 Uhr

Die Päpste Julius II., Leo X. und Klemens VII. –
Eine Bilanz aus Sicht der Römer
Dr. Andreas Rehberg,
Wissenschaftlicher Rat am Deutschen Historischen Institut in Rom

20.00 Uhr Pause
20.30 Uhr Diskussion

Samstag, 16. Februar 2013

8.45 Uhr

Gesungene Laudes

 

Künstler der Päpste

 

9.15 Uhr

Donato Bramante (1444-1514):
Seine Entwürfe und Konzepte für den Neubau der Peterskirche in Rom
Prof. Dr. Hans W. Hubert,
Lehrstuhl für Kunstgeschichte, Universität Freiburg i.Br.

10.00 Uhr Pause
10.15 Uhr

Michelangelo (1475-1564):
Architekturgestaltung und Figurenzeichnung im Deckenfresko
der Sixtinischen Kapelle
Prof. Dr. Vitale Zanchettin,
Professor für Architekturgeschichte an der Universität IUAV, Venedig

11.00 Uhr Imbisspause
11.30 Uhr

Politik und Theologie mit Pinsel und Palette.
Raffaels Bildprogramm in den Stanzen
Prof. Dr. Arnold Nesselrath,
Direktor der Abteilung für byzantinische, mittelalterliche und moderne Kunst an den Vatikanischen Museen, Rom, und Professor für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte, Humboldt-Universität zu Berlin

12.15 Uhr Diskussion
13.00 Uhr Mittagessen
Leitung der Historischen Woche: Prof. Dr. Hans-Michael Körner,
Professor für Didaktik der Geschichte,
LMU München
Organisation: Stephan Höpfinger
Zum Thema

Am 21. Februar starb er – „Il terribile“, wie er auch genannt wurde. Aber ohne ihn hätte Michelangelo nie die Decke der Sixtina ausgemalt: Julius II. Ihm folgte einer aus dem Hause Medici nach: Leo X. Der wird es dann mit Luther zu tun haben. Also nicht nur eine aufregende politische oder kirchliche Zeit, auch eine eminent künstlerische.

Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts hatten die Päpste im Geist von Humanismus und entsprechend des Bewusstseins der Renaissance außergewöhnliche kulturelle Initiativen entwickelt, die Rom bis heute prägen. Gleichzeitig aber wuchs die Gefahr einer Verweltlichung bis in die Herzmitte des Glaubens. Hinzu kamen Missstände der Kirche, die einerseits der antipäpstlichen Stimmung Vorschub leisteten, andererseits aber auch Reformbemühungen und Reformbewegungen hervorriefen, die sowohl innerhalb der Kirche wirkten wie von ihr wegführten.

Darüber hinaus war das Papsttum durch seinen Staat in Mittelitalien lange Zeit involviert in die komplizierten Beziehungen der italienischen Mächte und die auf das reiche Italien zielende Expansionspolitik europäischer Großmächte. So stellte es im Laufe seiner Geschichte nicht nur eine kirchliche, sondern immer wieder auch eine politische Institution dar.

Bei der Historischen Woche 2013 sollen Strukturmerkmale und Entwicklungen in den Blick genommen werden, die sich in jenem Jahr des Papstwechsels vor genau 500 Jahren verdichten. Deshalb wird diese Tagung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Historischen Institut in Rom veranstaltet.

 

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Montag, 4. Februar 2013.

Die Anmeldung mit den bestellten Leistungen
wird verbindlich, sobald die entsprechende
Gesamtsumme der Kosten auf unserem

Konto Nr. 23 55 000, LIGA Bank (BLZ 750 903 00),

eingegangen ist. 

Bei Rücktritt von der Teilnahme nach Anmeldeschluss
müssen wir alle bestellten Leistungen in Rechnung stellen.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

 
Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.
 
Bitte beachten Sie jedoch:
 
Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere 
Teilnehmerliste aufgenommen werden.
 
 
 
Änderung gegenüber dem gedruckten Programm:
 
Herr PD Dr. Wilhelm Ribhegge musste seine Teilnahme als Referent
wegen Krankheit absagen.
An seiner Stelle wird dankenswerterweise Herr Dr. Christoph Galle
am Donnerstag über Erasmus von Rotterdam referieren und auch den 
zugehörigen Arbeitskreis am Freitag übernehmen.

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