Julius II. und Leo X.

Do., 14.02.2013 bis Fr., 15.02.2013
Zwei Abendveranstaltungen im Rahmen der "Historischen Woche"

Programm

Donnerstag, 14. Februar 2013

 

19.00 Uhr

Erasmus von Rotterdam:

„Julius exclusus e coelis“
(Julius vor der verschlossenen Himmelstür)

Münchner Erstaufführung der Satire
in der deutschen Übersetzung von Werner von Koppenfels

Ausführende:

Karima Wolter und Jimmy Newton,
Studierende an der Bayerischen Theaterakademie August Everding

Helmut Becker, 
Dozent an der Bayerischen Theaterakademie August Everding

Freitag, 15. Februar 2013

 

19.00 Uhr

Die Päpste Julius II., Leo X. und Klemens VII. –
Eine Bilanz aus Sicht der Römer

Dr. Andreas Rehberg,
Deutsches Historisches Institut in Rom

20.00 Uhr Imbisspause
20.30 Uhr Diskussion
Moderation:

Prof. Dr. Hans-Michael Körner,
Universität München

Organisation beider Abendveranstaltungen: Stephan Höpfinger
Zum Thema

Im Rahmen der Historischen Woche

„Julius II. und Leo X. Renaissancefürsten als Nachfolger Petri“

finden zwei Abendveranstaltungen statt, auf die wir gesondert hinweisen.

 

Donnerstag, 14. Februar 2013

19.00 Uhr, Mandlstraße 23

 

Mit „Julius exclusus e coelis“ hat Erasmus von Rotterdam (ca. 1465-1536) eine äußerst bissige Satire auf Papst Julius II. verfasst, dessen Todestag sich am 21. Februar zum 500. Mal jährt. Ungestüm pocht der Papst an die Tore des Himmels, auf den er wegen seiner vermeintlichen Verdienste um Rom und den Kirchenstaat ein Anrecht zu haben glaubt; Petrus jedoch verwehrt ihm beharrlich den Einlass. 

In den geschliffenen Wortwechseln zwischen Petrus und Julius wird die völlige Gegensätzlichkeit dessen offenkundig, was Verdienst um die Kirche Christi bedeutet. Erasmus kritisiert den Papst als selbstgefälligen, machtbesessenen Fürsten einer verweltlichten Kurie, der auch vor Ränken und Gewalt nicht zurückscheut, um seine politischen Herrschaftsziele zu erreichen.

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

 

Freitag, 15. Februar 2013

19.00 Uhr, Mandlstraße 23

 

Unter den Päpsten Julius II. della Rovere (1503-1513) und den beiden aus Florenz stammenden Medici Leo X. (1513-1521) und Klemens VII. (1523-1534) erreichte das Papsttum einen Höhepunkt seiner Macht; der päpstliche Hof erstrahlte im Glanz der Künstler und Literaten. Doch die Rückschläge zum Schaden der Kircheneinheit und des Kirchenstaates zeichneten sich spätestens unter Klemens VII. ab, dessen glückloses Pontifikat vom „Sacco di Roma“ 1527, der schrecklichen Plünderung Roms durch kaiserliche Truppen, überschattet wurde.

Der Abendvortrag möchte Glanz und Schatten dieser bewegten Zeit aus der Sicht der Bewohner der Ewigen Stadt beleuchten. Unverkennbar litten die ihrer Autonomie beraubten Römer unter ihrer „Statistenrolle“, profitierten aber letztlich auch von dem durch die Wirtschaftskraft der Kurie verstärkten Bevölkerungsanstieg.

Andreas Rehberg

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Donnerstag, 7. Februar 2013.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie jedoch:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

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