Jüdisches Leben in Deutschland heute

Di., 28.06.2016
Abendveranstaltung

Dr. Josef Schuster, Würzburg,
Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland


Programm

Dienstag, 28. Juni 2016

Gelegenheit zu einem Imbiss
(ab einer Stunde vor Beginn)

19.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Florian Schuller

19.10 Uhr

Jüdisches Leben in
Deutschland heute

Dr. Josef Schuster, Würzburg,
Präsident des Zentralrats der Juden
in Deutschland

20.10 Uhr Pause mit Getränken
20.30 Uhr Gespräch mit Dr. Josef Schuster
gegen 21.15 Uhr Ende der Veranstaltung
Organisation: Dr. Johannes Schießl
Zum Thema

Vor der Shoah lebten etwa eine halbe Million Juden in Deutschland. Heute zählt unser Land offiziell wieder circa 100.000 Mitbürger jüdischen Glaubens; viele von ihnen sind aus Osteuropa zugewandert. Jüdisches Leben ist, wenn auch anders geprägt als früher, in viele Städte zurückgekehrt; man denke nur an den Münchner Sankt-Jakobs-Platz. Und doch bleibt dieses Leben prekär. Antisemitismus ist keineswegs verschwunden.

Den Aufstieg rechtspopulistischer Parteien oder Bewegungen sieht Josef Schuster, seit 2014 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, deshalb sehr kritisch. Zwar richteten sich deren Ressentiments momentan vor allem gegen Flüchtlinge und Muslime. Er habe aber keinen Zweifel, dass sie sich auch gegen Juden kehrten, „wenn es opportun wäre“, so Schuster in einem BR-Interview. Umgekehrt gibt Schuster zu bedenken, dass viele Flüchtlinge aus Kulturen stammen, „in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil sind“, schrieb er besorgt an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Auf der anderen Seite ist christlicher Antijudaismus früherer Zeiten heutzutage weitgehend erledigt. Gerade die Konzilserklärung „Nostra aetate“ über das Verhältnis zu den nichtchristlichen Religionen sei ein „Meilenstein im bis dahin schwierigen Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Judentum“, meinte Schuster zum 50-Jahr-Jubiläum der Erklärung im Herbst 2015. Für ihn sei sie „einer der wichtigsten Texte der Kirche“ überhaupt, weil sie „das Judentum als die Wurzel des Christentums anerkennt“. Und so wundert es nicht, dass der Dialog mit den Kirchen dem Würzburger Arzt Dr. Josef Schuster besonders am Herzen liegt.


Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Katholische Akademie
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Montag, 27. Juni 2016.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Eintrittskarten zum Preis von € 8,–
(Schüler und Studierende bis zum
vollendeten 30. Lebensjahr € 4,–)
werden an der Abendkasse verkauft.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

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