Jan Hus - Zum 600. Todestag

Mo., 06.07.2015
Abendveranstaltung

Theologe, Reformator, Nationalheld


Programm

Montag, 6. Juli 2015

Imbissmöglichkeit
(ab einer Stunde vor Beginn)

 

18.00 Uhr

Begrüßungen

Dr. Florian Schuller

Milan Čoupek,
Generalkonsul der Tschechischen Republik

18.15 Uhr

Leben und historische Einordnung des Jan Hus
Prof. Dr. Franz Machilek,
Honorarprofessor für Mittelalterliche Geschichte und
Historische Hilfswissenschaften an der Universität Bamberg

18.45 Uhr

Über die theologische Sprengkraft
der Lehren des Jan Hus
Prof. Dr. Thomas Prügl,
Professor für Kirchengeschichte an der
Universität Wien

19.15 Uhr Imbisspause
19.45 Uhr

Jan Hus – ein tschechischer Nationalheld?
Dr. Eva DoleŽalová,
Historikerin an der Akademie der Wissenschaften
der Tschechischen Republik, Prag

20.15 Uhr

Podiumsgespräch und Diskussion zu Anfragen
aus dem Publikum

21.15 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Dr. Florian Schuller
Organisation: Stephan Höpfinger
Kooperationspartner: Generalkonsulat
der Tschechischen
Republik in München
Zum Thema

Vor genau 600 Jahren, am 6. Juli 1415, wurde Jan Hus in Konstanz als Ketzer verbrannt, entgegen vorheriger Schutzgarantien durch den römisch-deutschen König Sigismund. Das in der Stadt am Bodensee tagende Konzil, ein mittelalterliches Weltereignis ersten Ranges, hatte Hus als Häretiker verurteilt. Sein Tod löste in Böhmen religiöse, politische und soziale Revolten sowie einen 18 Jahre andauernden Krieg aus.

Als Priester und Universitätslehrer in Prag hatte Hus massiv die Missstände in der Kirche kritisiert und deren Rückkehr zu evangelischer Armut gefordert. Den Gläubigen wollte er stärkere Teilhabe durch Kelchkommunion und das Recht zu predigen ermöglichen. Mit seinen Schriften und Predigten in böhmischer Sprache erschütterte er das Selbstverständnis kirchlicher Ordnung und erhob zugleich politische Forderungen nach mehr Mitsprache für die böhmische Bevölkerung.

Im Laufe der böhmisch-tschechischen Geschichte erlebte das Bild von Jan Hus unterschiedliche Prägungen. So wurde er etwa in der Ersten Republik 1918 als Vorläufer der nationalen Einigung, in der kommunistischen Zeit nach 1945 als Sozialrevolutionär gesehen. Heute gilt Hus als zentrale Identifikationsfigur der Tschechischen Republik, und seit dem Jahr 2000 ist sein Todestag staatlicher Feiertag. Auch innerhalb der katholischen Kirche hat sich sein Verständnis deutlich gewandelt.

 

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Katholische Akademie
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit


Anmeldung

Anmeldeschluss ist Donnerstag, 2. Juli 2015.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten sind ab 17.00 Uhr an der Abendkasse
erhältlich.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

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