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| Donnerstag, 17. März 2011 | |
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| 19.00 Uhr | Begrüßung Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor |
| Einführung Dr. Walter Zahner, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst, München |
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| Der Künstler ist anwesend. | |
Neben Fotografien und zeichenhaft abstrakten Hinterglasarbeiten sowie einer Fotodokumentation zu den vom Künstler gestalteten liturgischen Räumen, Gefäßen und Gewändern ist ein wesentlicher Teil der Ausstellung Leo Zogmayers Wort- und Textbildern gewidmet. Wir zitieren aus dem Essay des Philosophen und Religionswissenschaftlers Karl Baier „Erste Worte, Gedanken zu Leo Zogmayers Wortbildern“:
Wer kennt nicht den Wunsch, einmal das letzte Wort zu haben und ein Gespräch mit der Durchsetzung der eigenen Auffassung zum Abschluss zu bringen? Leo Zogmayer möchte mit seiner Wortkunst das genaue Gegenteil. Ihm geht es darum, erste Worte zu finden, die wie Kristallisationskerne im Leben der Betrachtenden unvorhergesehene Sinnzusammenhänge, eigene Gedanken und neue Kommunikationsprozesse ausflocken lassen.
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Es geht bei Zogmayers Wortbildern nicht wie in der visuellen Poesie darum, Texte von der Fläche her zu denken, die poetische Funktion der Fläche und der räumlichen Anordnung von Schrift zur Geltung zu bringen. Nicht das Zusammenspiel von räumlich-grafischen und verbalen Semantiken in räumlicher Poesie ist das Thema, sondern die schlichte Präsenz von ersten Worten im öffentlichen Raum, der für gewöhnlich übervoll ist mit vernutzten second-hand-Botschaften.
Die Fantasie der Betrachtenden kommt ins Spiel, die aus dem Wortkeim mögliche Zusammenhänge, Gedanken, Bilder und Geschichten wachsen lässt. Ohne viel Aufhebens weisen diese Wortbilder darüber hinaus auf das allererste Wort: das freie Leben aus dem Nichts des Ursprungs, der Zeit ihren eigenen Gang lassend, offen für alles, was kommen mag.
IF YOU CELEBRATE IT
Als John Cage nach einer Probe vor dem Betreten eines Restaurants gefragt wurde, worin der Unterschied zwischen gewöhnlichem Türöffnen und dem Türöffnen als künstlerischer Aktion bestehe, antwortete der Komponist: „If you celebrate it, it’s art: if you don’t, it isn’t.“
Leo Zogmayer,
geb. 1949 in Krems, Österreich
Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien
lebt und arbeitet in Wien und Krems
www.leozogmayer.com
Website
zu den von Leo Zogmayer gestalteten liturgischen Räumen, Gefäßen und Gewändern
online ab 17.3.2011: www.ifyoucelebrate.it
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Bitte bis spätestens Mittwoch, 16. März 2011.
im Kardinal Wendel Haus
München, Mandlstraße 23
18. März bis 20. April 2011
Montag bis Freitag jeweils 9 bis 17 Uhr
Eintritt frei