Helmuth James und Freya von Moltke, Abschiedsbriefe

Di., 27.01.2015
Abendveranstaltung

Szenische Lesung mit Musik


Programm

Dienstag, 27. Januar 2015

Gelegenheit zu einem Imbiss
(ab einer Stunde vor Beginn)

 

19.00 Uhr

Helmuth James und Freya von Moltke

Abschiedsbriefe Gefängnis Tegel
September 1944 – Januar 1945

Szenische Lesung mit Musik

Lesung:

Dr. Markus Günther,
Autor und Journalist

Stefanie Wirsching,
Journalistin

Musik:

Prof. Julius Berger, Cellist

Hyung-Jung Berger, Cellistin

Regie:

Christian Imminger

 

20.15 Uhr Bei Wein und Brot Gelegenheit
zum Gespräch mit den Ausführenden
Organisation: Stephan Höpfinger
Zum Thema

Helmuth James Graf von Moltke, 1907 auf dem niederschlesischen Gut Kreisau geboren, und Freya Deichmann, geboren 1911 in Köln, lernten sich in Berlin kennen und heirateten 1931. Beide waren, von weltbürgerlicher Lebensauffassung geprägt, von Beginn an entschiedene Gegner der Nationalsozialisten.

Graf von Moltke knüpfte seit Ende 1938 Kontakte zu Gesinnungsgefährten, um mit ihnen für die Überwindung des „Dritten Reichs“ zuarbeiten. Daraus entwickelte sich der Kreisauer Kreis, eine der wichtigsten Gruppen des Widerstands gegen das Naziregime. Graf von Moltke musste dafür mit dem Tod bezahlen; denn am 19. Januar 1944 wurde er von der Gestapo verhaftet, im Konzentrationslager Ravensbrück eingesperrt und am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee erhängt.

Seit der Verlegung von Ravensbrück ins Strafgefängnis Tegel Ende September 1944 bis zur Hinrichtung schrieben sich Helmuth und Freya von Moltke heimlich Briefe, die Gefängnispfarrer Harald Poelchau unter Einsatz seines Lebens den Adressaten überbrachte. Freya von Moltke hielt diese gefährliche Korrespondenz in ihren Bienenstöcken auf Gut Kreisau versteckt und bewahrte sie anschließend in den USA bis zu ihrem Tod am 1. Januar 2010 bei sich.

Diese Abschiedsbriefe sind tief berührende, uns heute existentiell aufwühlende Dokumente zweier außerordentlicher Persönlichkeiten, die in der immer dramatischeren Zuspitzung des Lebens den christlichen Glauben als ihre Hoffnungskraft schlechthin erfuhren. So legen die Briefe Zeugnis ab von einem außergewöhnlichen Ehepaar, das sich im Angesicht des Todes in Zuversicht und unerschütterlicher Liebe zugetan war.

 

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München


Anmeldung

Anmeldeschluss ist Freitag, 23. Januar 2015.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

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