Elias Canetti – Die Befristeten

Sa., 26.07.2014
Abendveranstaltung: Podiumsgespräch

Von der Diktatur des letzten Augenblicks


Programm

Samstag, 26. Juli 2014

Ort:
Cuvilliéstheater, Residenzstraße 1

18.00 Uhr

Begrüßung

Sebastian Huber,
Chefdramaturg und stellvertretender Intendant
des Bayerischen Staatsschauspiels

Dr. Florian Schuller,
Direktor der Katholischen Akademie Bayern

 

Elias Canetti – Die Befristeten
Von der Diktatur des letzten Augenblicks

Podiumsgespräch mit

Nicola Hümpel,
Regisseurin und Dozentin an der Bayerischen Theater Akademie August Everding

Dr. Florian Schuller

Dr. Klaus Vogelgsang,
Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Deutsche Sprache und Dichtung des Mittelalters der Universität Augsburg


Moderation:

Sebastian Huber

19.30 Uhr

Ende der Veranstaltung

Kooperationspartner: Residenztheater
Organisation und Rückfragen: Michael Zachmeier
Katholische Akademie in Bayern
michael.zachmeier@kath-akademie-bayern.de
Tel. 089 / 38 10 21 20
Zum Thema

Die eine Haltung wird vom griechischen Philosophen Epikur formuliert: „Der Tod geht mich eigentlich nichts an, denn wenn er ist, bin ich nicht mehr und so lange ich bin, ist er nicht.“ Ganz anders hingegen Elias Canetti (1905 bis 1994). Der Literaturnobelpreisträger von 1981 hat sich zeitlebens nicht nur mit dem Tod beschäftigt, sondern gegen ihn philosophisch wie existentiell leidenschaftlich gekämpft. „Sag dich von allen los, die den Tod hinnehmen. Wer bleibt dir übrig?“, heißt es schon in seinen „Aufzeichnungen“ von 1943.

Im Anfang der 1950er Jahre entstandenen Drama „Die Befristeten“ spielt Canetti dann ein Gedankenexperiment durch: Jeder Mensch kennt von Anfang an den genauen Zeitpunkt seines Todes. Welche Konsequenzen hat solches Wissen sowohl für den Einzelnen wie für die Gesellschaft?

Heute aber, in einer Epoche der immer ausgefeilteren Gendiagnostik, wird aus jenem Gedankenexperiment Wirklichkeit. Chance oder Schrecken? Die Regisseurin Nicola Hümpel und der Komponist Detlef Glanert lassen Canettis Drama als ein neues Stück hochaktuellen Musiktheaters entstehen.

Wir freuen uns, dass das Podiumsgespräch zu diesem Thema in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsschauspiel und dem „Verein der Freunde des Residenztheaters“ stattfindet. Denn der große Agnostiker Canetti hat recht: „Wer sich den Tod nicht ausreden lässt, hat am meisten Religion“.


Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Aufführungstermine

5. und 6. Juni 2014, 20.00 Uhr
15. und 26. Juli 2014, 20.00 Uhr

Cuvilliéstheater,
Residenzstraße 1, 80539 München


Kontakte

Kartenvorverkauf

Tel. 089 / 21 85 - 19 40
tickets@residenztheater.de

Verein der Freunde
www.freunde-des-residenztheaters.de


Anmeldung

Der Eintritt zum Forum ist frei!
Das Platzangebot ist allerdings begrenzt.

Anmeldeschluss: Montag, 23. Juni 2014

Die Anmeldung gilt als angenommen, wenn
unsererseits keine Absage erteilt wird.

 

Organisation und Rückfragen

Michael Zachmeier
Katholische Akademie in Bayern
michael.zachmeier@kath-akademie-bayern.de
Tel. 089 / 38 10 21 20

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