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| Montag, 9. Mai 2011 | |
|---|---|
| 19.00 Uhr | Begrüßung |
| 19.10 Uhr | Prof. Dr. Hans Günter Hockerts, Die Weiße Rose im Widerstand. |
| 20.00 Uhr | Pause mit Gelegenheit zum Imbiss |
| 20.30 Uhr | Diskussion |
| Moderation: | Dr. Florian Schuller |
| Organisation: | Stephan Höpfinger |
Der Münchner Widerstandskreis um Hans und Sophie Scholl, Alexander Schmorell, Willi Graf, Christoph Probst und Kurt Huber verbreitete im Sommer 1942 und Anfang 1943 sechs Flugblätter. Darin prangerten sie mit radikaler Schärfe die Verbrechen des NS-Regimes an. Sie beschworen ihre Landsleute, nicht auf die Stufe einer „seichten, willenlosen Herde von Mitläufern“ herabzusinken, und erklärten den Aufstand gegen die „Diktatur des Bösen“ zur moralischen Pflicht.
Der im Zeichen der Weißen Rose erhobene Protest gilt heute nicht nur in Deutschland, sondern nahezu weltweit als ein leuchtendes Beispiel des Widerstands gegen Hitler. Rund tausend Publikationen sind erschienen, die fast alle erdenklichen Aspekte der Geschichte der Weißen Rose beleuchten. Doch sind zahlreiche Fragen offen geblieben oder werden kontrovers diskutiert. Dies betrifft sowohl den ereignisgeschichtlichen Rahmen als auch die Deutung der Beweggründe und Ziele.
Welche Bedeutung hatten etwa Religion und Konfession im Geflecht der Motive? Welches Verhältnis zum Judentum wird erkennbar? Welches Gewicht hatten die geistigen Mentoren? Spielten Erfahrungen an der Ostfront die entscheidende Rolle für den Übergang vom passiven zum aktiven Widerstand? Was bewog die Geschwister Scholl, am Tag der Verhaftung im Lichthof der Münchner Universität fast jede Vorsicht fallen zu lassen? Solchen Fragen wird der Vortrag nachgehen.
Hans Günter Hockerts
Prof. Dr. Hans Günter Hockerts
war von 1986 bis 2009 Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Er ist Autor einschlägiger Publikationen zum Nationalsozialismus, darunter zu Fragen des Führermythos, der Kriegstheologie und der Konversionen.
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München
Anmeldeschluss ist Freitag, 6. Mai 2011.
Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.
Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.
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