Die Monarchie im 19. Jahrhundert

Di., 23.03.2010 bis Do., 25.03.2010
Zweites Karl Graf Spreti Symposium
Anachronismus, Provokation oder Modernisierungsagentur?

Programm
Dienstag, 23. März 2010
19:00 Uhr ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG
Prof. Dr. Dieter Langewiesche,
Professor für Mittlere und Neuere
Geschichte an der Universität Tübingen
Die Monarchie in Europa im 19. Jahrhundert.
Selbstbehauptung und Untergang
Mittwoch, 24. März 2010
09:00 Uhr Begrüßung
Dr. Florian Schuller,
Katholische Akademie in Bayern
Prof. Dr. Hans-Michael Körner
für die Karl Graf Spreti Stiftung
Prof. Dr. Bernhard Löffler
für das Historische Seminar
SEKTION I:
DER MONARCH IN VERFASSUNG UND POLITISCHEM PROZESS
Moderator:
Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll,
Professor für Europäische Geschichte an der
Technischen Universität Chemnitz
09:30 Uhr Cajetan Freiherr von Aretin,
Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsche Rechtsgeschichte, Bayerische Rechtsgeschichte und Juristische Zeitgeschichte der Universität München
Das monarchische Prinzip im einzelstaatlichen Vergleich: Bayern und Baden
10:00 Uhr Prof. Dr. Hartwig Brandt,
Professor für Neuere und Neueste Geschichte
an der Universität Wuppertal
Volkssouveränität, Repräsentation und Monarch
10:30 Uhr Imbisspause
10:30 Uhr Imbisspause
11:00 Uhr Prof. Dr. Lothar Höbelt,
Professor für Neuere Geschichte an der
Universität Wien
Minus mal Minus ergibt Plus:
Franz Joseph I. von Österreich als Nutznießer
eines doppelten Anachronismus
11:30 Uhr Diskussion
12:30 Uhr Mittagessen
14:30 Uhr Dr. Katharina Weigand,
Akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Didaktik
der Geschichte an der Universität München
Der regierungsunfähige Monarch.
Regentschaftsfälle in Baden, Preußen und Bayern
15:00 Uhr Prof. Dr. Monika Wienfort,
Gastprofessorin für Neuere Geschichte an der
Technischen Universität Berlin
Vom Lehensverhältnis zur persönlichen Freundschaft?
Monarch und Adel 1850 bis 1918
15:30 Uhr Imbisspause
16:00 Uhr Jörg Zedler M.A.,
Wiss. Mitarbeiter am Historischen Seminar
der Universität München
Eliten für den Thron.
Die königliche Pagerie in München
16:30 Uhr Diskussion
17:45 Uhr Abendessen
19:00 Uhr ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG
Prof. Dr. Reinhold Baumstark,
Honorarprofessor für Kunstgeschichte an der
Universität München, Generaldirektor a.D. der
Bayerischen Staatsgemäldesammlungen
Monarchische Repräsentation im Staatsportrait
Donnerstag, 25. März 2010
08:45 Uhr Gesungene Laudes
SEKTION II:
REPRÄSENTATION UND INSZENIERUNG
Moderator:
Prof. Dr. Hans-Michael Körner,
Professor für Didaktik der Geschichte
an der Universität München
09:30 Uhr Prof. Dr. Frank Bösch,
Professor für Fachjournalistik Geschichte
an der Universität Gießen
Die Monarchen und der bürgerliche Wertehimmel.
Deutschland und Großbritannien im 19. Jahrhundert
10:00 Uhr Alexa Geisthövel,
Postdoktorandin, Wiss. Mitarbeiterin an der
Humboldt-Universität zu Berlin
Fritz, Vicky und die Kinder.
Die preußischdeutsche Kronprinzenfamilie
in illustrierten Zeitschriften
10:30 Uhr Imbisspause
11:00 Uhr Dominik Petzold,
Deutsche Journalistenschule München
"Monarchische Reklamefilms".
Zur Inszenierung der Herrschaft Wilhelms II.
im neuen Medium Film
11:30 Uhr Diskussion
12:30 Uhr Mittagessen
14:30 Uhr Jakob Hort,
Doktorand am Berliner Kolleg für Vergleichende
Geschichte Europas, Humboldt-Universität und
Freie Universität Berlin
Zwischen monarchischer Repräsentation und
parlamentarischer Selbstdarstellung.
Parlamentsarchitektur deutscher Einzelstaaten
im 19. Jahrhundert
15:00 Uhr Prof. Dr. Bernhard Löffler,
Professor für Neuere und Neueste
Geschichte an der Universität München
Geschichte als politische Waffe.
Erinnerungskultur im Dienst monarchischer
Herrschaftsstabilisierung
15:30 Uhr Diskussion
Organisation Prof. Dr. Bernhard Löffler,
Universität München
Stephan Höpfinger,
Katholische Akademie in Bayern
Kooperationspartner Karl Graf Spreti Stiftung
Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München
Zum Thema

DIE KARL GRAF SPRETI STIFTUNG
wurde 2008 mit dem Ziel gegründet, die Außenbeziehungen Bayerns in wissenschaftlicher, künstlerischer und kultureller Hinsicht zu fördern. Sie trägt den Namen des deutschen Diplomaten bayerischer Herkunft, der in Ausübung seines Amtes 1970 in Guatemala ermordet wurde.

Im 19. Jahrhundert waren die meisten Staaten Europas, ja der Welt, immer noch monarchisch verfasst. Allerdings mussten sich monarchische Idee und Praxis seit den Revolutionen am Ausgang des 18. Jahrhunderts auseinandersetzen mit den Forderungen konstitutionell-parlamentarischer Ordnungs- und demokratisch-egalitärer Gesellschaftsentwürfe. Jürgen Osterhammel hat daher von den Notwendigkeiten und Vorgängen einer „Neuerfindung der Monarchie“ gesprochen.

Das Symposium will den Spannungsbogen dieser Neuerfindung mit ländervergleichenden Beiträgen zur deutschen und europäischen Staatenwelt ausloten: die traditionellen Elemente monarchischer Beharrlichkeit und Selbstbehauptung, die von manchen als Anachronismus oder gar Provokation empfunden werden konnten, und die gleichzeitigen Möglichkeiten einer Anpassung, (Neu)Legitimierung, Modernisierung aus der Defensive.

Damit steht nicht nur eine zentrale verfassungs- und ideengeschichtliche Thematik des 19. Jahrhunderts zur Debatte. Mit Fragen nach Formen der medialen Repräsentation, symbolischen Inszenierung und öffentlichen Wahrnehmung konstitutioneller oder monarchischer Instanzen treten auch zahlreiche kultur- und mentalitätshistorische Aspekte des Politischen in den Blick.
Bernhard Löffler
Florian Schuller
Heinrich Graf von Spreti

Sonstige Informationen

Anmeldung

bitte bis spätestens Freitag, 19. März 2010.

Die Anmeldung mit den bestellten Leistungen ist verbindlich. Sie gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir um entsprechende Nachricht.

Für Eltern bietet die Akademie während der Veranstaltung kostenlos eine qualifizierte Betreuung ihrer Kinder (bis 12 Jahre) an. Wenn Sie dies wahrnehmen wollen, bitte unbedingt bei der Anmeldung im Feld "Bemerkung" Namen und Alter Ihrer Kinder angeben.

Tagungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

Wenn die Übernachtungsmöglichkeiten im Kardinal Wendel Haus nicht ausreichen, vermitteln wir auf Wunsch gegen Aufpreis eine Unterkunft in einem nahegelegenen Hotel.

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