Die "Gen-Schere" CRISPR-Cas9

Mi., 12.10.2016
Abendveranstaltung

Zauberstab oder Teufelszeug?


Programm

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Gelegenheit zum Imbiss
(ab einer Stunde vor Beginn)

 

18.00 Uhr Begrüßung
Dr. Florian Schuller
18.10 Uhr

Impulsreferat
Prof. Dr. Michael Sendtner,
Professor am Institut für Klinische Neurobiologie
der Universität Würzburg

18.45 Uhr

Podiumsdiskussion mit

Prof. Dr. Brigitte Schlegelberger,
Direktorin des Instituts für Humangenetik der
Medizinischen Hochschule Hannover

Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff,
Professor für Moraltheologie an der Universität
Freiburg im Breisgau

Prof. Dr. Michael Sendtner

Prof. Dr. Jochen Taupitz,
Professor für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht,
Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung
an der Universität Mannheim

 

Anschließend Fragen aus dem Publikum

 

Moderation:
Dr. Florian Schuller

21.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Organisation: Michael Zachmeier
Zum Thema

Der Begriff ist für den medizinischen Laien unverständlich, die Methode, vor vier Jahren entwickelt, eine Revolution: CRISPR-Cas9 nennt sich das Verfahren, einzelne Gene – oder genauer: DNA-Bausteine – mit Hilfe einer sogenannten Gen-Schere gezielt zu verändern.

Befürworter sehen ungeahnte Chancen für Menschen, Tiere, Pflanzen: Gendefekte ließen sich reparieren, um schwere Erbkrankheiten wie Mukoviszidose, Sichelzellanämie oder Muskeldystrophie zu verhindern, die Anophelesmücke könnte manipuliert werden, damit sie keine Malaria-Erreger mehr überträgt, und bereits heute werden resistente Reis- und Weizensorten mit dieser Methode hergestellt.

Andererseits birgt das Verfahren hohe, unabsehbare Risiken vor allem für künftige Generationen; einmal angewendet ist es nicht mehr rückgängig zu machen. Es wirft deshalb rechtliche, soziale und ethische Fragen auf, insbesondere in Bezug auf die Therapie erblicher Krankheiten. In Deutschland ist der Eingriff in die menschliche Keimbahn, bzw. die Verwendung veränderter Keimzellen zur Befruchtung, nach § 5 des Embryonenschutzgesetzes verboten. Doch die Forschung geht weiter, in England und insbesondere in China.

Die „Gen-Schere“ verändert Leben fundamental. In der breiteren Öffentlichkeit wird aber bisher kaum qualifiziert über „CRISP-Cas9“ diskutiert. Unsere Veranstaltung soll dies ändern.


Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Katholische Akademie
Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

U3/U6 Münchner Freiheit

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Dienstag, 11. Oktober 2016.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten zum Preis von € 16,–
(Schüler und Studierende bis zum vollendeten
30. Lebensjahr € 8,–) sind an der Abendkasse
erhältlich.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

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