Die Erforschung der Tiefsee

Mi., 18.11.2015
Abendveranstaltung in der Reihe "Wissenschaft für jedermann" im Deutschen Museum

Chancen und Risiken der Nutzung von Rohstoffen aus dem Ozean


Programm

Mittwoch, 18. November 2015

Reihe „Wissenschaft für jedermann“

im Deutschen Museum

19.00 Uhr

Einführung
Prof. Dr. Markus Vogt,
Professor für Christliche Sozialethik an der
Ludwig-Maximilians-Universität München

 

19.10 Uhr

Prof. Dr. Antje Boetius,
Professorin für Geomikrobiologie an der Universität Bremen und
Leiterin der Helmholtz-Max-Planck-Brückengruppe für Tiefsee-Ökologie und -Technologie am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven

Die Erforschung der Tiefsee

Chancen und Risiken der Nutzung
von Rohstoffen aus dem Ozean

 

20.00 Uhr Diskussion
21.00 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Moderation:

Prof. Dr. Markus Vogt

Organisation:

Michael Zachmeier

Zum Thema

Der tiefe Ozean beherbergt eine bisher unbekannte Vielfalt von Lebewesen und Ökosystemen, deren Energiequellen, Lebenszyklen und Funktionen sich von unserer eigenen Umwelt stark unterscheiden. Zugleich ist die Tiefsee aber eng an die Oberflächenprozesse gekoppelt und trägt deshalb erheblich zu den Stoffkreisläufen bzw. der Bewohnbarkeit der Erde bei. Beim Erforschen dieses besonderen Lebensraums ist also Eile geboten, denn durch den globalen Wandel verändert sich die Meeresumwelt mit erstaunlicher Geschwindigkeit.

In Zeiten sich verknappender Ressourcen gibt es nämlich viele Ideen, wie wir uns die Weiten des Ozeans, seine Bodenschätze und die Vielfalt seiner Bewohner zunutze machen können. Immer wieder sind besonders metallhaltige Manganknollen aus der Tiefsee als Zukunftsressource im Gespräch.

Mögliche Folgen des Abbaus solcher Erze sind aber bisher unbekannt. Darüber hinaus hat die Tiefsee als ein vom Menschen bisher noch weitgehend unberührter Raum auch einen hohen kulturellen Wert: als gemeinsames Erbe der Menschheit, als letzte große Wildnis und als ein Ort für die Entdeckung des Unbekannten.

Der Vortrag verknüpft die Faszination der Tiefseeforschung mit drängenden Fragen zu Veränderungen, Schutz und Nutzungskonzepten des Ozeans. Er präsentiert auch die Ergebnisse einer kürzlich abgeschlossenen Expedition des Forschungsschiffes SONNE im Pazifik, u.a. zu den ökologischen Langzeitwirkungen von Störungen des Meeresbodens, die der simulierte Abbau von Manganknollen bewirken würde.


Antje Boetius

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Ehrensaal des Deutschen Museums
Museumsinsel 1, München
Telefon: 089 / 21 79 - 1
Telefax: 089 / 21 79 - 3 24
www.deutsches-museum.de

 

Anmeldung

Anmeldeschluss ist Dienstag, 17. November 2015.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als
angenommen, wenn unsererseits keine
Absage erteilt wird.

Eintrittskarten zum Preis von € 3,–
sind an der Abendkasse erhältlich.

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