Dicht am Leben

Sa., 06.02.2010
Filmforum
Begegnung mit der Regisseurin Barbara Albert

Programm
Samstag, 6. Februar 2010
10:00 Uhr Begrüßung
10:05 Uhr Prof. Dr. Reinhold Zwick,
Professor für Biblische Theologie und ihre Didaktik
an der Universität Münster
Abgründe und Glücksmomente.
Zum filmischen Werk von Barbara Albert
und Einführung in den Spielfi lm "Nordrand"
10:20 Uhr Vorführung des Spielfilms (109 Min.)
"Nordrand"
(Österreich/Deutschland/Schweiz 1999)
von Barbara Albert
12:10 Uhr Pause
12:30 Uhr Barbara Albert,
Filmregisseurin, Wien
im Gespräch mit
Dr. Ulrike Frick und Prof. Dr. Reinhold Zwick
13:00 Uhr Mittagessen
14:30 Uhr Dr. Ulrike Frick,
Filmjournalistin, Programmleiterin der Sektion
Deutsche Fernsehfilme des Filmfest München
Einführung in den Spielfilm "Böse Zellen"
14:40 Uhr Vorführung des Spielfilms (118 Min.)
"Böse Zellen"
(Österreich/Deutschland/Schweiz 2003)
von Barbara Albert
16:40 Uhr Pause mit Gelegenheit zum Imbiss
17:00 Uhr Gespräch mit der Regisseurin auf dem Podium
und zu Fragen aus dem Publikum
Moderation und Organisation Dr. Armin Riedel
Zum Thema

Als Regisseurin, die ihre eigenen Drehbücher inszeniert und ihre Filme oft auch noch selbst produziert, ist die 1970 in Wien geborene Barbara Albert eine 'klassische' Autorenfilmerin. Bereits ihr erster Spielfilm "Nordrand" (1999), der von zwei Frauen im Wiener Vorstadtmilieu erzählt, fand internationale Beachtung und war nach einem halben Jahrhundert der erste österreichische Beitrag im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig.

"Nordrand" besticht durch seine eindringliche, der Tradition des realistischen Kinos verpflichtete Bildsprache und intoniert in äußerlich unspektakulären Konstellationen jene großen Themen, die dann in den späteren Filmen der Regisseurin variiert und vertieft werden: die oft verzweifelte Sehnsucht nach Liebe, Nähe und Geborgenheit, die Suche nach tragfähigen Beziehungen und Sinnperspektiven, aber auch die Angst vor Verletzungen und Verlusten.

Ihre künstlerische Kraft bestätigte Barbara Albert eindrucksvoll mit "Böse Zellen" (2003), einem an Schnitzler erinnernden "Reigen" von Schicksalsschlägen, der aber trotz seiner bitteren Tragik nicht in tiefer Verfinsterung endet, sondern aufgebrochen ist durch fragile Momente des Glücks und überwölbt wird von der Liebe der Regisseurin zu ihren Figuren, die uns als Menschen nahekommen.

Dicht am Leben und genau erzählt sind auch die Filme, für die Barbara Albert als Produzentin verantwortlich zeichnet, darunter Werke wie "Schläfer" (Regie: Benjamin Heisenberg, 2005) oder "Esmas Geheimnis – Grbavica" (Regie: Jasmila Zbanic), der 2006 in Berlin den "Goldenen Bären" gewann.
Reinhold Zwick

Sonstige Informationen

Bitte beachten Sie

Das Platzangebot ist wegen der Filmvorführungen begrenzt.

Anmeldung

bitte bis spätestens Donnerstag, 4. Februar 2010.

Die Anmeldung mit den bestellten Leistungen ist verbindlich. Sie gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird. Sollten Sie kurzfristig an der Teilnahme verhindert sein, bitten wir um entsprechende Nachricht.

Für Eltern bietet die Akademie während der Veranstaltung kostenlos eine qualifizierte Betreuung ihrer Kinder (bis 12 Jahre) an. Wenn Sie dies wahrnehmen wollen, bitte unbedingt bei der Anmeldung im Feld "Bemerkung" Namen und Alter Ihrer Kinder angeben.

Tagungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

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