Der Dreißigjährige Krieg 1618-1648

Mi., 25.02.2009 bis Sa., 28.02.2009
Historische Woche

Europäischer Konflikt um Religion und Hegemonie

Programm
Mittwoch, 25. Februar 2009
09:30 Uhr Eucharistiefeier zum Aschermittwoch
10:45 Uhr Begrüßung Dr. Florian Schuller
I. VORGESCHICHTE DES KRIEGES
11:00 Uhr Prof. Dr. Helmut Neuhaus,
Professor für Neuere Geschichte
an der Universität Erlangen-Nürnberg
Europa um 1600. Das Heilige Römische Reich
und die europäische Mächtekonstellation
vor dem Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges
12:00 Uhr Diskussion
12:30 Uhr Mittagessen
14:30 Uhr Prof. Dr. Axel Gotthard,
Professor für Neuere Geschichte
an der Universität Erlangen-Nürnberg
Brisante Zuspitzungen im Reich: Die politisch-konfessionellen
Entwicklungen im Vorfeld des Krieges
15:30 Uhr Diskussion
16:00 Uhr Pause
II. PHASEN DES KRIEGES
16:30 Uhr Prof. Dr. Johannes Burkhardt,
Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit
an der Universität Augsburg
Ausbruch und Ausweitung des Konflikts:
Der Böhmisch-Pfälzische Krieg und der Niederländisch-Dänische
Revisionsversuch (1618-1629)
17:30 Uhr Diskussion
18:00 Uhr Abendessen
19:00 Uhr ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG
Prof. Dr. Christoph Kampmann,
Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit
an der Universität Marburg
Albrecht von Wallenstein (1583-1634).
Mythos und Geschichte eines Kriegsunternehmers
20:00 Uhr Pause
20:30 Uhr Diskussion
Donnerstag, 26. Februar 2009
08:30 Uhr Gesungene Laudes
09:00 Uhr Prof. Dr. Johannes Burkhardt
Warum hat König Gustav Adolf in den Dreißigjährigen Krieg
eingegriffen? Der schwedische Krieg (1630-1635)
10:00 Uhr Pause
10:30 Uhr Dr. Frank Kleinehagenbrock,
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für
Geschichte der Frühen Neuzeit der Universität Würzburg
Das Alte Reich als europäisches Schlachtfeld.
Der schwedisch-französische Krieg (1635-1648)
11:30 Uhr Diskussion
12:30 Uhr Mittagessen
III. DER KRIEG UND DIE BEVÖLKERUNG
14:30 Uhr Prof. Dr. Bernd Roeck,
Professor für Neuere und Neueste Geschichte
an der Universität Zürich
Der Krieg aller Kriege:
Die Auswirkungen und ihre Bewältigung
15:30 Uhr Pause
16:00 Uhr Prof. Dr. Hans Medick,
Gründer und ehemaliger Leiter der „Arbeitsstelle Historische
Anthropologie“ des Max-Planck-Instituts für Geschichte
an der Universität Erfurt
Der Dreißigjährige Krieg als Erfahrung und Memoria.
Zeitgenössische Wahrnehmungen eines makrohistorischen Ereignisses
Im Anschluss an den Vortrag Kurzvorführung
der neuen elektronischen Editions- und Forschungsplattform
"Mitteldeutsche Selbstzeugnisse der Zeit des Dreißigjährigen Krieges"
17:00 Uhr Diskussion
18:00 Uhr Abendessen
19:00 Uhr ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG
Prof. Dr. Maximilian Lanzinner,
Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit
an der Universität Bonn
Ein deutscher Fürst und der Krieg.
Maximilian I. von Bayern (1598-1651)
20:00 Uhr Pause
20:30 Uhr Diskussion
Freitag, 27. Februar 2009
08:00 Uhr Eucharistiefeier
IV. DER KRIEG IN KUNST, LITERATUR UND HISTORIOGRAPHIE
08:00 Uhr Dr. Elke Anna Werner,
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen
Institut der Freien Universität Berlin
Der Dreißigjährige Krieg und seine Bilder.
Formen und Funktionen von Kriegsdarstellungen in der
europäischen Kunst des 17. Jahrhunderts
08:00 Uhr Pause
08:00 Uhr Prof. Dr. Stefan Ehrenpreis,
Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit
an der Universität München
Der Dreißigjährige Krieg als Thema der
Geschichtsschreibung und der Literatur
08:00 Uhr Diskussion
08:00 Uhr Mittagessen
V. SPUREN DES DREISSIGJÄHRIGEN KRIEGES IN MÜNCHEN
08:00 Uhr Ein Rundgang mit Dr. Manfred Peter Heimers,
Archivoberrat im Stadtarchiv München
Wittelsbacherplatz
Reiterstandbild Kurfürst Maximilian I.
Feldherrnhalle am Odeonsplatz
Bronzestandbild Johann t’Serclaes von Tilly
Maximilianische Residenz mit Patrona Bavariae
Finanzgarten
Überreste der von Kurfürst Maximilian I.
angelegten Festungsanlagen
Falkenturmstraße
Ehemaliges Falkenturm-Gefängnis,
Schauplatz von Hexenprozessen
St.-Jakobs-Platz
Stadtmuseum, vormaliges Stadtzeughaus
und Waffenarsenal
Mariensäule
gelobt von Kurfürst Maximilian I. bei der
Besetzung Bayerns durch die Schweden
Michaelskirche
„Triumphkirche der Gegenreformation“,
Grablege von Kurfürst Maximilian I.
Karmelitenkirche
ehemaliges Karmelitenkloster,
1629 von Kurfürst Maximilian I. gegründet
08:00 Uhr Abendessen in der Akademie
Samstag, 28. Februar 2009
08:30 Uhr Gesungene Laudes
VI. DER WESTFÄLISCHE FRIEDE
09:00 Uhr PD Dr. Franz Brendle,
Privatdozent für Neuere Geschichte
an der Universität Tübingen
Der Westfälische Friede als Kompromisslösung.
Intentionen, Grundsätze und Inhalte der Friedensverträge
von Münster und Osnabrück
10:00 Uhr Pause
10:30 Uhr Prof. Dr. Johannes Burkhardt, Augsburg
Die Bedeutung des Westfälischen Friedens für die Entstehung
des europäischen Staatensystems und die deutsche Geschichte
11:30 Uhr Diskussion
12:30 Uhr Mittagessen
Organisation Stephan Höpfinger
Leiter der Historischen Woche Prof. Dr. Peter Claus Hartmann,
Professor für Allgemeine und Neuere
Geschichte an der Universität Mainz
Zum Thema

Für das Heilige Römische Reich war kein Konflikt so einschneidend und in seinen Folgen für die Bevölkerung großer Teile des Reichs so verheerend wie der Dreißigjährige Krieg. Das Wüten des Krieges übertraf nach zeitlicher Dauer und Ausmaß der Zerstörungen alles zuvor Bekannte. Kriegsschäden, Verwüstungen, Hunger und Seuchen lasteten schwer auf der Bevölkerung.

Der Krieg hatte sich an der Auseinandersetzung zwischen den böhmischen Ständen und ihrem habsburgischen Landesherren entzündet und als Religions- und Konfessionskrieg begonnen. Doch schnell spielten die politischen Interessen der in den Konflikt verwickelten europäischen Mächte eine immer größere Rolle. So wuchs sich der Krieg zu einer Auseinandersetzung nahezu aller mittel- und westeuropäischen Staaten aus, zu einem Kampf um die Vorherrschaft in Europa, der hauptsächlich auf Reichsgebiet ausgetragen wurde.

Das allgemeine Hauen und Stechen führte schließlich zu Ermattung und Erschöpfung auf allen Seiten. Nach langwierigen Verhandlungen in Münster und Osnabrück wurde der furchtbare Krieg durch den Westfälischen Frieden beendet. Er schrieb jene Ordnung für das Reich als lockere Konföderation fest, die im Wesentlichen bis zu dessen Ende 1806 Bestand haben sollte, begründete auch ein geregeltes Nebeneinander von Katholiken, Lutheranern und Calvinisten, und bestimmte somit die konfessionellen Verhältnisse Deutschlands bis ins 20. Jahrhundert.

Eine die Epoche prägende und zugleich schillernde Persönlichkeit war der kaiserliche Feldherr Albrecht von Wallenstein. Am Jahrestag seiner Ermordung in Eger vor genau 375 Jahren wird die diesjährige Historische Woche beginnen.

Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Anmeldung

bitte bis spätestens Montag, 16. Februar 2009.

Die Anmeldung mit allen bestellten Leistungen wird verbindlich, sobald die entsprechende Gesamtsumme der Kosten
auf unserem Konto Nr. 23 55 000 bei der LIGA Bank (BLZ 750 903 00) eingegangen ist.

Wir empfehlen frühzeitige Anmeldung.

Wenn die Übernachtungskapazitäten im Kardinal Wendel Haus nicht ausreichen, vermitteln wir auf Wunsch gegen Aufpreis eine Unterkunft in einem nahegelegenen Hotel.

Bei Rücktritt von der Teilnahme nach Anmeldeschluss müssen wir alle bestellten Leistungen in Rechnung stellen.

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

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