Der armenische Genozid vor 100 Jahren

Di., 21.04.2015
Forum

Programm

Dienstag, 21. April 2015

Imbissmöglichkeit
(ab einer Stunde vor Beginn)

17.00 Uhr

Begrüßung
Dr. Florian Schuller

 

17.15 Uhr

Der Völkermord an den Armeniern im Kontext:
Osmanischer Staat und armenisches Leben vor 1915
Elke Hartmann,
Osmanistin, Houshamadyan, Berlin

17.45 Uhr

Christlich-armenische Kultur und ihre Vernichtung
im Osmanischen Reich in den Jahren 1895 bis 1923
Prof. Dr. Hacik Rafi Gazer,
Professor für Geschichte und Theologie des Christlichen Ostens
an der Universität Erlangen-Nürnberg

18.15 Uhr Imbisspause
18.45 Uhr

Der evangelische Theologe und Orientalist
Johannes Lepsius (1858-1926) und die
deutsche Armenierhilfe

Dr. Axel Meißner,
Pfarrer in Schkeuditz

19.15 Uhr

Die Schriftsteller Armin T. Wegner, Franz Werfel und die Armenier.
Anmerkungen zu Wegners unveröffentlichtem Roman
„Die Austreibung“ und zu Werfels Welterfolg
„Die vierzig Tage des Musa Dagh“

Thomas Hartwig,
Autor, Berlin

19.45 Uhr

Diskussion zu Fragen aus dem Publikum

 

20.45 Uhr

Thomas Hartwig
liest aus seinem Roman „Die Armenierin“

Elke Hartmann
liest aus Nigoghos Sarafians Werk
„Der Wald von Vincennes“

 

21.15 Uhr

Ende der Veranstaltung

 

Moderation:

Dr. Florian Schuller

Organisation:

Thomas Hartwig
Stephan Höpfinger

Zum Thema

In der Nacht vom 24. zum 25. April 1915 verhafteten Einheiten der Geheimpolizei des Osmanischen Reiches führende Intellektuelle der armenischen Gemeinde in Konstantinopel. Sie wurden nach Anatolien deportiert, die meisten von ihnen ermordet. Dies war der Auftakt zur systematischen Vernichtung der Armenier, der größten christlichen Minderheit im Osmanischen Reich. Bis 1918 fielen ihr über eine Million Menschen zum Opfer.

Hintergrund des Massenmordes, den die offizielle Türkei bis heute leugnet, waren Bestrebungen, ein einheitliches Reich zu schaffen, die türkische Sprache als Einheitssprache und den Islam als alleinige Religion durchzusetzen. Das Deutsche Reich, Alliierter des Osmanischen Reiches, ließ seinen Verbündeten, abgesehen von halbherzigen Protestnoten, gewähren. Wie nur wenige setzte sich der Theologe und Orientalist Johannes Lepsius mit dem von ihm gegründeten Armenischen Hilfswerk für die Armenier ein und prangerte vehement deren Ausrottung an, die auch im literarischen Schaffen von Armin T. Wegner, einem Augenzeugen des Geschehens, und Franz Werfel eine zentrale Rolle spielt.

Unsere Veranstaltung wenige Tage vor dem 24. April, der weltweit von den Armeniern als Gedenktag an den Genozid begangen wird, will an das Verbrechen an den Armeniern vor 100 Jahren erinnern. Sie reiht sich ein in eine Vielzahl an Gedenkfeiern; so wird etwa auch Papst Franziskus am 12. April im Petersdom einen Gottesdienst mit den armenisch-katholischen Bischöfen im armenischen Ritus feiern.


Dr. Florian Schuller, Akademiedirektor

Sonstige Informationen

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München


Anmeldung

Anmeldeschluss ist Freitag, 17. April 2015.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen,
wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Die Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich.

 

 

Übernachtung

Es besteht die Möglichkeit zur Übernachtung
mit Frühstück.

Einzelzimmer pro Person € 49,- bzw. ermäßigt € 41,-

Doppelzimmer pro Person € 39,50 bzw. ermäßigt € 33,50

Ermäßigung erhalten Studierende bis zum vollendeten
30. Lebensjahr und Schüler.

 

Anmeldung nach Anmeldeschluss

Die Anmeldung Ihrer Teilnahme nehmen wir
auch nach Anmeldeschluss gerne entgegen.

Bitte beachten Sie:

Ihr Name kann nach Anmeldeschluss nicht mehr in unsere
Teilnehmerliste aufgenommen werden.

Eventuell gewünschte Mahlzeiten oder Übernachtungen können dann
nur nach telefonischer Rücksprache (089 / 38 10 20) gegebenenfalls
noch gebucht werden.

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