Caravaggio

Di., 19.01.2010
Abendveranstaltung
Zum 400. Todestag, Glaube und Alltag um 1600

Programm
Dienstag, 19. Januar 2010
19:00 Uhr Prof. Dr. Sybille Ebert-Schifferer,
Direktorin und Wissenschaftliches Mitglied an der
Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für
Kunstgeschichte, Rom
Zum 400. Todestag
CARAVAGGIO
Glaube und Alltag um 1600
20:00 Uhr Pause mit Gelegenheit zum Imbiss
20:30 Uhr Diskussion
Moderation Dr. Florian Schuller
Organisation Michael Zachmeier
Zum Thema

Der Maler Michelangelo Merisi aus Caravaggio (1571–1610) verdankt seine Popularität weitgehend seinem Ruf als "peintre maudit": Er gilt als Totschläger und Raufbold, dessen religiöse Bilder als theologisch unangemessen abgelehnt worden seien. Aus einem postromantischen Zirkelschluss entstand das Bild einer Einheit von Charakter und Werk: Ein Krimineller kann keine korrekten Kultbilder malen, der Autor anstößiger Altarwerke muss ein Zweifler sein.

Ihre Wurzeln hat diese Vorstellung zwar in interessegeleiteten Quellen aus der Zeit des Künstlers; diese sind aber im Laufe der Zeit zu Topoi umgeformt worden. Von den Vorstellungen über Kriminalität, Religiosität, Kunstproduktion und Alltagsgebaren um 1600 trennt uns in Wahrheit eine historische Schranke, die es zu überwinden gilt, um die Werke Caravaggios in ihrer Zeit zu verstehen.

Der Vortrag unternimmt es anhand einiger berühmter Bilder Merisis, Leben und Werk neu zu interpretieren.
Sybille Ebert-Schifferer

Sonstige Informationen

Anmeldung

bitte bis spätestens Montag, 18. Januar 2010.

Die Anmeldung ist verbindlich und gilt als angenommen, wenn unsererseits keine Absage erteilt wird.

Veranstaltungsort

Kardinal Wendel Haus
Mandlstraße 23, 80802 München

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