Seltene Erden

Knappe Ressourcen
Professor Klaus Arntz (li.) und Andreas Manhart vom Freiburger Öko-Insitut sitzen sich auf dem Podium im Ehrensaal des Deutschen Museum an einem Tisch gegenüber und diskutieren intensiv miteinander.
Professor Klaus Arntz (li.) und Andreas Manhart vom Freiburger Öko-Insitut.

Kaum ein Thema ist für das ressourcenarme Deutschland wichtiger als der Nachschub an Rohstoffen. Und es sind gerade die sogenannten "seltenen Erden", die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Denn diese sind essentieller Bestandteil bei der Herstellung vieler elektronischer Geräte, Elektromotoren und zum Beispiel Windrädern. In der Reihe "Wissenschaft für jedermann", die die Katholische Akademie und das Deutsche Museum organisieren, referierte am 8. Februar 2012 Andreas Manhart vom Freiburger Ökoinstitut vor rund 250 Zuhörern. Sein Thema: "Ressourcenfieber: Seltene Erden und kritische Metalle". Seine Aussagen: die seltenen Erden sind nicht in erster Linie rar, sondern ihre Gewinnung ist so kompliziert, dass sie dadurch zu einem knappen Gut und teuer werden. Außerdem entstehen beim Abbau dieser Mineralien in vielen Ländern der Welt massive Umweltprobleme und die Arbeiter sowie die Anwohner sind hohen Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Sein Appell: Massiver Ausbau der Recyclingkapazitäten bei uns, um der rasant steigenden Nachfrage gerecht zu werden und Umweltgefahren sowie Gesundheitsgefährdungen zu vermeiden.

Die anschließende Diskussion im Ehrensaal des Deutschen Museums moderierte der Augsburger Moraltheologe Professor Klaus Arntz, der die Reihe "Wissenschaft für jedermann" konzipiert.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Ausgabe zur debatte 2/2012.

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