Sanierung von Schloss Suresnes

Machbarkeitsstudie
Im Park von Schloss Suresnes: Akademiedirektor Dr. Florian Schuller, Dipl-Ing. Sabine Djahanschah von der DBU und Dipl-Ing. Holger Keß, einer der beiden mit der Studie beauftragten Architekten (v.l.n.r.).
Im Park von Schloss Suresnes: Akademiedirektor Dr. Florian Schuller, Dipl-Ing. Sabine Djahanschah von der DBU und Dipl-Ing. Holger Keß, einer der beiden mit der Studie beauftragten Architekten (v.l.n.r.).

Die energetische Sanierung und der Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes ist eine für Planer und Architekten, und nicht zuletzt auch für Besitzer und Nutzer besondere Herausforderung. Die Katholische Akademie Bayern als dankbare Nutzerin stellt sich dieser Aufgabe beim Vorhaben, für das Rokoko-Schloss Suresnes in der Schwabinger Werneckstraße die notwendigen baulichen Veränderungen vorzubereiten.

Maßgeblich gefördert werden diese Maßnahmen durch eine von der Bundesstiftung Umwelt (DBU) großzügig geförderte integrale Grundlagenstudie, bei der alle Aspekte des Denkmalschutzes, der Brandschutzvorgaben, der energetischen Sanierung und davon abhängig der möglichen Umbauvarianten Beachtung finden sollen. Diese Studie zu Schloss Suresnes stellt bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Akademie Bayern und der DBU dar. Bereits im Jahr 2010 hatte die in Osnabrück ansässige Stiftung ein ähnliches auf mehrere Jahre angelegtes vorbereitendes Gutachten gefördert. Deren Ergebnisse liegen jetzt vor und werden Stück um Stück umgesetzt; denn sie ermöglichen nun detaillierte Planungen zu Sanierung und Umbau des im Ensembleschutz stehenden Kardinal Wendel Hauses, des zentralen Tagungsgebäudes der Akademie an der Mandlstraße.

Dr. Florian Schuller, Direktor der Katholischen Akademie Bayern, der der DBU herzlich für die neuerliche Förderung dankte, betonte vor der Presse, wie wichtig die Möglichkeit der Nutzung des Schlosses für die Arbeit der Akademie sei. „Die Atmosphäre dieses architektonischen Kleinods wirkt gerade bei festlichen Veranstaltungen, bei Lesungen, Konzerten oder Gesprächsabenden.“ Schuller zeigte sich zuversichtlich, dass nach der guten Zusammenarbeit mit der DBU und den beauftragten Architekten bei der Kardinal-Wendel-Haus-Studie auch das initiierte Projekt „Schloss Suresnes“ von Erfolg gekrönt sein wird.

Frau Sabine Djahanschah, Leiterin des Referates Architektur und Bauwesen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, betonte, dass Denkmalschutz und Energieeffizienz Hand in Hand gehen können. Der DBU gehe es in Ihrem Förderschwerpunkt „Denkmal und Energie“ um Modellvorhaben, die diese Synergieeffekte beispielhaft entwickeln, demonstrieren und die Ergebnisse für Dritte aufbereiten.

Schloss Suresnes ist seit 1937 im Besitz des Korbiniansvereins der Erzdiözese München und Freising und diente – nach schwerer Kriegszerstörung wieder aufgebaut – viele Jahre als Altersheim. 1969 wurde ein Nutzungsvertrag zwischen dem Korbinansverein und der benachbarten Akademie geschlossen. Genutzt wurde daraufhin das Schloss Suresnes während der kommenden Jahrzehnte für besondere Veranstaltungen; es beherbergte auch einige Gästezimmer.

Ab 2008 war das Schloss der Dienst- und Wohnsitz des neuernannten Erzbischofs Reinhard Marx. 2012 konnte Kardinal Marx dann ins Erzbischöfliche Palais an der Kardinal-Faulhaber-Straße umziehen.

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