Ressourcen im Untergrund

Reihe "Wissenschaft für jedermann"
Zwei Männer sitzen an einem kleinen Tisch, wenden sich einander zu und unterhalten sich. Prof. Dr. Michael Kühn (li.) beantwortet Fragen - Prof. Dr. Markus Vogt moderiert die Fragerunde.
Prof. Dr. Michael Kühn (li.) beantwortet Fragen - Prof. Dr. Markus Vogt moderiert die Fragerunde.

Wieder vollbesetzt war der Ehrensaal des Deutschen Museums am Abend des 12. Novembers 2014, als "Geo-Ressource Untergrund" das Thema war. Das Deutsche Museum und die Katholische Akademie Bayern hatten in der Reihe "Wissenschaft für jedermann" Prof. Dr. Michael Kühn eingeladen. Kühn ist Professor für Hydrogeologie an der Universität Potsdam und Leiter der Sektion Hydrogeologie am Helmholtz-Zentrum Potsdam, dem Deutschen GeoForschungszentrum GFZ. Er sprach bei seinem Vortrag ein Feld an, das bei der Diskussion um die Energiewende bisher weitgehend kritisch gesehen wird, aber unverzichtbar sei: die Nutzung des Untergrunds für die Verpressung des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlenstoffdioxid und für das Speichern von Energie. Professor Kühn stellte in seinem eindrucksvollen Vortrag Chancen und Risiken der geplanten und schon durchgeführten Eingriffe tief unter die Erde dar und auch die gerade im Großraum München heiß diskutierte Frage der Geothermie war Thema des Vortrags.

Der Abend bot auch die Gelegenheit, aus erster Hand Informationen über das einzige in Deutschland noch betriebene Pilotprojekt für das umstrittene Verpressen von Kohlenstoffdioxid in Brandenburg zu bekommen. Die sachliche Diskussion im Anschluss an den Vortrag von Michael Kühn wurde von Prof. Dr. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der Universität München, wie gewohnt souverän moderiert. Markus Vogt hatte vor dem Referat auch eine Einführung in die Thematik gegeben.

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