Pflegenotstand

SZ-Gesundheitsforum
Das Podium im Vortragssaal der Katholischen Akademie: Die Mitwirkenden trafen sich zum Abschluss der Veranstaltung zu einem Podiumsgespräch.
Die Mitwirkenden trafen sich zum Abschluss der Veranstaltung zu einem Podiumsgespräch.

„Wer soll uns pflegen?“ fragte die Katholische Akademie in Bayern gemeinsam mit dem SZ-Gesundheitsforum am Abend des 10. November 2015. Rund 250 Gäste kamen in die Akademie, in der ausgewiesene Experten aus dem Gesundheitswesen ans Rednerpult traten.

Birgit Schießl, Referentin im Studiengang Pflege Dual an der Hochschule München, forderte Mut und Innovation: Nur damit könne die Arbeit in der Pflege attraktiver gemacht werden, so Schießl. Mit Imagekampagnen habe der Freistaat den Pflegeberuf allerdings schon in ein besseres Licht gerückt, so Ministerialdirektorin Ruth Nowak, Amtschefin des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege, in ihrem Beitrag. Die Zahl der Berufseinsteiger sei damit immerhin zu Beginn des letzten Schuljahres deutlich gestiegen.

Über das veränderte Berufsbild „Pflege“ referierte Prof. Dr. Bernd Reuschenbach, Professor für Gerontologische Pflege an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München. Prof. Dr. Kerstin Hämel, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld, zeigte kooperative Formen der Versorgung von chronisch Kranken auf. Abschließend legte die bisherige Geschäftsführerin der Marienhaus Gesundheits- und Sozialholding GmbH, Schwester Basina Kloos, lange Jahre Generaloberin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, dar, wie Pflegende berufspolitisch gestärkt werden können.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Constanze Giese, Dekanin im Fachbereich Pflege an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, und Dr. Monika Dorfmüller, stellvertretende Vorsitzende des SZ-Gesundheitsforums. Bereits seit Jahren kooperieren das SZ-Gesundheitsforum und die Katholische Akademie in Bayern und laden alljährlich zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein.

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