Peter Scholl-Latour

Zukunft Ägyptens
Bei der Begrüßung im Foyer der Akademie. Peter Scholl-Latour (li.) freut sich sehr, Bischof Kyrillos William zu treffen. Beide Männer lächeln sich freundlich zu.
Bei der Begrüßung vor der Veranstaltung: Peter Scholl-Latour (li.) und Bischof Kyrillos William.

Rund 500 Interessierte sind am Abend des 22. Oktobers 2013 in die Katholische Akademie Bayern gekommen, um bei der Veranstaltung "Ägypten im Umbruch" Menschen zuzuhören, die aus erster Hand die Lage in diesem arabischen Land schilderten. Peter Scholl-Latour, Wissenschaftler, Autor und Fernsehjournalist und bereits seit Jahrzehnten ein exzellenter Kenner der arabischen Welt, schilderte die politische und gesellschaftliche Dimension des Umbruchs. Ägypten, so Scholl-Latour, sei auf keinen Fall isoliert zu betrachten, sondern Teil der Entwicklung im gesamten arabischen Raum - allerdings ein sehr wichtiger Teil.

Kyrillos William, koptisch-katholischer Bischof des oberägyptischen Assiut, schilderte die Situation der Katholiken - es gibt rund 200 000 in Land - und auch der anderen Christen in Ägypten. Vor allem die Angriffe auf Gläubige und Kirchen machten vielen Menschen große Angst. Trotz aller Schwierigkeiten blickte Bischof Kyrillos zuversichtlich in die Zukunft Ägyptens und der Christen in Ägypten, deren gesellschaftlich-soziales Engagement weithin akzeptiert und geschätzt werde.

Und zum Abschluss berichteten zwei Vertreter einer ägyptischen Studentengruppe von Hoffnungen und Zukunftschancen jungen Menschen in dem krisengeschüttelten Land. Sie legten Wert darauf, dass alle gesellschaftlichen und religiösen Gruppen in ihrem Land integriert werden und zeigten sich entschlossen, am Aufbau aktiv mitzuwirken, so dass aus Ägypten ihr Land werde. Beide Redner unterstrichen ihre Statements abschließend mit "yes, we can."

Die Veranstaltung, die die Katholische Akademie in enger Kooperation mit dem katholischen Missionswerk missio München organisiert hat, wird sich - dank der Anwesenheit einer Reihe von Journalisten und Journalistinnen verschiedener Medien - auch in der Berichterstattung niederschlagen.  

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Ausgabe zur debatte 7/2013.

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