Papstgeschichte

Julius II. und Leo X.
Zwei Schauspieler auf der Bühne im Vortragssaal: Jimmy Newton (li.) und Helmut Becker bei der szenischen Lesung der Satire "Julius exclusus e coelis" von Erasmus von Rotterdam.
Trugen den Text des berühmten Humanisten Erasmus von Rotterdam vor: Jimmy Newton (li.) und Helmut Becker.

Bedeutenden Päpsten der Renaissance ist die diesjährige Historische Woche der Katholischen Akademie Bayern gewidmet. Unter dem Titel "Julius II. und Leo X. Renaissancefürsten als Nachfolger Petri" befassten sich vom 13. bis zum 16. Februar 2012 unter der souveränen Leitung von Prof. Dr. Hans-Michael Körner, LMU München, namhafte Experten in Vorträgen und Arbeitskreisen mit politischen, kirchlichen und künstlerischen Entwicklungen in Rom in der Zeit unmittelbar vor und während der von Deutschland ausgehenden Reformation.

Ein Augenmerk richtete die Tagung dabei auch auf kirchenreformerische Bewegungen und Gedanken in Italien und in der Kurie selbst. Dort sind zum Beispiel an Hand von Bildprogrammen, wie sie in den weltberühmten Stanzen des Raffael im Vatikanischen Palast zum Ausdruck kommen, theologische Reformen innerhalb der katholischen Kirche sichtbar gemacht worden.

Ergänzt wurden die Vorträge, Arbeitskreise und Diskussionen durch eine szenische Lesung der Satire "Julius exclusus e coelis", mit der der Humanist Erasmus von Rotterdam (ca. 1465 bis 1536) scharfe Kritik an der verweltlichten Kurie seiner Zeit übte. Erasmus ließ den gerade verstorbenen Papst Julius und Petrus ein fiktives Streitgespräch vor der Himmelstür führen, bei dem die völligen Gegensätze dessen offenkundig werden, was Verdienst um die Kirche bedeutet. Ausführende des Abends waren Jimmy Newton, Studierender an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, und Helmut Becker, der als Dozent an der Theaterakademie arbeitet.

Karima Wolter hatte den von Werner von Koppenfels übersetzten Text dramaturgisch bearbeitet.

Ein kurzes Video, in dem Statements der Referierenden zu sehen und zu hören sind, finden Sie in unserer Mediathek.

Ebenso sind drei der Referate als Audiodateien eingestellt.

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