Nachhaltiges Wirtschaften

Veranstaltung mit vbw
Fünf Männer auf dem Podium in der Rotunde in Schloss Suresnes: Bertram Brossardt, Dr. Martin Theodor Steger, Dr. Florian Schuller, Stefan Holzamer und Franz Demmelmair (v.l.n.r.).
Fünf Männer auf dem Podium: Bertram Brossardt, Dr. Martin Theodor Steger, Dr. Florian Schuller, Stefan Holzamer und Franz Demmelmair (v.l.n.r.).

Zusammen mit der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. veranstaltete die Katholische Akademie Bayern am 11. Dezember 2013 eine Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltiges Wirtschaften zahlt sich aus“. Auftakt der Veranstaltung war ein Impulsstatement von vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt, mit dem Titel „Die Bayerische Wirtschaft: nachhaltig aus Tradition“. In einem anschließenden Podiumsgespräch, moderiert von Akademiedirektor Dr. Florian Schuller, diskutierten bayerische Unternehmer mit Bertram Brossardt die konkreten Herausforderungen und Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft.
Bei seiner Begrüßung wies Akademiedirektor Dr. Florian Schuller darauf hin, dass mit der Diskussion um nachhaltiges Wirtschaften keine Kritik an Unternehmen geübt werden solle. „Im Gegenteil. Wir suchen Kontakt zu vielen gesellschaftlichen Gruppen, der Politik, Gewerkschaften, Vertretern von Kunst, Verwaltung und Wissenschaft – und eben auch zu Unternehmen –, um zusammen mit ihnen wichtige Fragen zu diskutieren und zu klären“, so Schuller.
„Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet vor allem der stimmige Dreiklang aus Ökonomie, Ökologie und Sozialem“, betonte Bertram Brossardt. „Diese Ziele müssen gleichberechtigt nebeneinander stehen. In der öffentlichen Diskussion wird Nachhaltigkeit oft auf ökologische und soziale Aspekte reduziert. Eine solche Verkürzung ist nicht sachgemäß, denn nur eine gute wirtschaftliche Basis schafft Spielraum für Investitionen in Umwelt und Soziales. Für Unternehmen ist nachhaltiges Handeln Bestandteil ihrer Geschäftspolitik. Dieses Engagement muss freiwillig bleiben.“
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion zeigte sich Dr.-Ing Martin Theodor Steger, Vorstand der größtenteils in Arbeitnehmerhand befindlichen COPLAN AG aus Eggenfelden und Vorsitzender des Beirats der Umweltcluster Bayern, eher nachdenklich. Unternehmen müssten, wollen sie dem Gedanken der Nachhaltigkeit in ökologischer und sozialer Hinsicht gerecht werden, ihr Wirtschaften manchmal auch kritisch sehen und ökonomisch zurückstecken.
Franz Demmelmair, der Geschäftsführer der im Eigentum der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul befindlichen Adelholzener Alpenquellen GmbH, sieht sich in besonderer Weise in sozialer Verantwortung für die Mitarbeiter. Dazu gehöre die bewusst und aus innerer Überzeugung gefällte Entscheidung, am Sonntag nichts zu produzieren. Das wiederum führe zu dezidierten Wettbewerbsnachteilen. „Wir müssen das eben anderweitig kompensieren“, erklärte Demmelmair.
Stefan Holzamer, Geschäftsführer der SGL Technologies GmbH, eines Carbon-Herstellers aus Meitingen bei Augsburg, verwies zum einen darauf, dass man in seiner Firma Produkte herstelle, die stark zur Verringerung des CO2-Ausstoßes beitrügen und daher einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit leisten. Allerdings muss ein Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Und da die Produktion von Carbon nun einmal energieintensiv sei, dürften die Energiepreise nicht zu stark steigen, um weiter in Deutschland produzieren und damit Arbeitsplätze sichern zu können, so sein Hinweis im Hinblick auf einen ganzheitlichen Ansatz der Nachhaltigkeit.

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