Mossul

Christliches Erbe
Drei Menschen stehen an Stehtischen vor Fotografien: Professor Pinggéra und Pater Najeeb führten ein informatives Gespräch über die Ausstellung und orientalisches Christentum. Eine Dolmetscherin half.
Professor Pinggéra und Pater Najeeb führten ein informatives Gespräch über die Ausstellung und orientalisches Christentum. Eine Dolmetscherin half.

Rund 150 Zuhörer und viele Medienvertreter waren am Abend des 16. März 2017 in die Katholische Akademie Bayern gekommen: zur Eröffnung der Fotoausstellung "Mossul. Christliches Erbe". Die Fotos - sie sind ab heute bis zum 24. April zu sehen - sind Teil des großen Archivs des Dominikanerordens. Der irakische Dominikaner Najeeb Michaeel rettete sie unter Einsatz seines Lebens vor der Zerstörungswut des IS. Pater Najeeb, der eigens nach München kam, berichtete am Abend von seiner Rettungsaktion und der schlimmen Situation der Christen - und auch vieler anderer Menschen - in seiner Heimat. Der Kirchenhistoriker Karl Pinggéra gabe eine generelle und ebenfalls sehr pessimistische Einschätzung der Situation der Christen im gesamten Nahen Osten. Die Faszination der Bilder und orientalische Musik, die Asaad Sakoo von der chaldäisch-katholischen Gemeinde in Bayern, auf seiner Tanbura spielte, sorgten aber dafür, dass nicht nur Trauer den Abend bestimmte. 

Zu sehen ist die Ausstellung montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Das Kardinal Wendel Haus ist ein Tagungshaus für Veranstaltungen der Katholischen Akademie Bayern und für Gastveranstaltungen. Dadurch sind zeitweise nicht alle Räume zugänglich, in denen die Ausstellung präsentiert wird. Beachten Sie bitte auch die Feiertagsregelung an und um Ostern. Bitte erkundigen Sie sich deshalb vorab unter der Telefonnummer 089 - 38 10 20, zu welchen Zeiten die Fotos uneingeschränkt besichtigt werden können.

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