Menschen auf der Flucht

Seit Jahrhunderten Realität
Eine Frau steht am Rednerpult: Prof. Dr. Marita Krauss, Professorin für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg.
Prof. Dr. Marita Krauss, Professorin für Europäische Regionalgeschichte sowie Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte an der Universität Augsburg.

Migration gab es schon zu allen Zeiten und meist standen sich Einheimische und Ankömmlinge zunächst skeptisch gegenüber, so die Ausgangsthese von Prof. Dr. Marita Krauss. Die Historikerin von der Universität Augsburg warf am 21. September 2016 in der Veranstaltung Das "Wir" und das "Ihr" einen Blick in die Geschichte von Migration und Integration und erläuterte an Hand ausgewählter Beispiele, wie es oft gelang, Konfrontationen aufzuheben und die Integration voranzutreiben. Als Beispiele führte sie die Vertreibung der Hugenotten aus Frankreich im 17. Jahrhundert, unter anderem nach Franken, an. Auch die Geschichte der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa nach dem Zweiten Weltkrieg in die westlichen Teile Deutschlands zeigt, dass zu Beginn neben die große Not und Verzweiflung der Flüchtlinge auch starke Ressentiments der Einheimischen traten, die sich erst nach Jahren abbauen ließen.

Hören Sie in Kürze das Referat als podcast in der Mediathek der Akademie. Nachlesen können Sie den Text in einer der kommenden Ausgaben unserer Zeitschrift "zur debatte". 

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