Martin Gensbaur

Vernissage zur Ausstellung
Zwei Männer stehen vor einer Bilderwand mit Werken von Martin Gensbaur und unterhalten sich angeregt. Professor Thomas Raff (li.) erklärt im Gespräch die Bilder von Martin Gensbaur.
Professor Thomas Raff (li.) erklärt im Gespräch die Bilder von Martin Gensbaur, der lebhaft mitdiskutiert.

In den Monaten September bis Anfang Dezember werden Bilder von italienischen Tankstellen und Peitschenlampen die Optik in den Räumen der Katholischen Akademie Bayern bestimmen. Die Ausstellung mit dem Titel „Warum bleibt mir die Tankstelle, als wäre sie von Michelangelo?“ mit Bildern von Martin Gensbaur wurde am 12. September 2016 mit einer Vernissage im Kardinal Wendel Haus, dem Tagungshaus der Katholischen Akademie in München-Schwabing, eröffnet. Im Rahmen des Eröffnungsabends sprach der Kunsthistoriker Prof. Dr. Thomas Raff vor rund 150 Gästen mit dem Künstler aus Dießen am Ammersee, der mit seiner Familie gekommen war. Im Anschluss an das Gespräch blieben viele Gäste bei Brot und Wein noch in der Akademie, betrachteten und diskutierten die Gemälde sehr intensiv.

Die in diesem Rahmen ungewohnten Motive würden heute nicht nur in der Stadt Follonica in der südlichen Toskana, wo die Exponate dieser Ausstellung entstanden sind, zum Alltag gehören. Jeder komme täglich an solchen Orten vorbei, nicht nur in Italien. Die augenfällige inhaltliche Banalität der Bildgegenstände stehe im Kontrast zu dem klassischen Bildmedium der Ölmalerei, so Martin Gensbaur zu seinen Werken.  
Der Titel der Ausstellung zitiert eine Zeile aus einem Gedicht Martin Walsers. Der Schriftsteller fragt darin, woher sein „Heimweh“ nach Amerika kommt. Er spricht von einer „sich überschätzenden Bildungskultur“ in Europa und schließt mit den Worten: „Könnte mein Heimweh nach Amerika ein Heimweh sein nach der Zukunft?“ 40 Jahre nachdem Walser das schrieb erinnern die aktuellen Gemälde aus der Heimat Michelangelos ausgerechnet an Amerika.
Die Ausstellung ist bis zum 1. Dezember 2016, jeweils montags bis freitags, von 9 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei, wir bitten um eine kurze Anmeldung unter 089/38102-0, weil die Ausstellungsräume immer wieder auch für Veranstaltungen genutzt werden und dann nicht zugänglich sind.

Eine Dokumentation über die Vernissage findet sich in der kommenden Ausgabe unserer Zeitschrift "zur debatte".

Weitere Informationen zu den Werken und zum Künstler Martin Gensbaur selbst finden Sie unter: www.kunstfenster-diessen.de oder www.gensbaur.de

Der Künstler freut sich unter gensbaur@t-online.de über eine Kontaktaufnahme.

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