Maibaumfest der Akademie

Feier mit Nachbarn und Freunden
Viele Männer in bayerischer Tracht bemühen sich im Garten des Viereckhofs mit Schwaibeln den mehr als 22 Meter langen Maibaum aufzustellen. Schon ist das Stangerl zur Hälfte oben.
Die Freiwillige Feuerwehr und der Burschenverein Oberndorf stellten den Maibaum auf.

Mehr als 22 Meter ist er lang, am 24. Dezember vorigen Jahres wurde er im Oberndorfer Wald (Lkr. Ebersberg) geschlagen, in einer geheimen Scheune wohl gehütet, nicht geklaut und drei Wochen sorgsam hergerichtet: der Maibaum der Katholischen Akademie in Schwabing. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr und des Burschenvereins Oberndorf brachten das ansehnliche „Stangerl“ am Vormittag auf einem Tieflader in die Stadt und stellten es in rund zweistündiger Arbeit auf traditionelle Weise mit „Schwaibeln“ auf. Um halb Eins stand der Baum aufrecht.

Die Ebersberger Goaßlschaltzer und die Münchner Oktoberfest Musikanten unter der Leitung von Wolfgang Grünbauer– bekannt von der „Traditionswiesn“ - sorgten für das Rahmenprogramm beim schweißtreibenden Aufstellen des Maibaums. Einige hundert Nachbarn der Akademie und Schwabingbesucher ließen sich bis in den Nachmittag hinein bayerische Brotzeiten, Bier, Kaffee und Auszogne schmecken – und sogar das Wetter hielt lange durch.

Die Katholische Akademie – das ist ein Grund für das diesjährige Maibaumfest – feiert 2012 ein Jubiläum. Vor 50 Jahren zog die 1957 gegründete Einrichtung in ihr Schwabinger Domizil. 1962 weihte der damalige Münchner Erzbischof Julius Kardinal Döpfner das Haus an der Mandlstraße 23 und nannte es nach seinem Vorgänger Kardinal Wendel Haus. Kardinal Joseph Wendel hatte die Akademie 5 Jahre zuvor aus der Taufe gehoben.

Der Maibaum steht jetzt im Garten des „Viereckhofs“ an der Gunezrainerstraße. Der Viereckhof ist schon im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt, ist nach seinem Besitzer im 16. Jahrhundert benannt und gilt als das älteste Bauernhaus in der Stadt.

Das Besondere am Maibaum der Akademie sind die dort angebrachten Wappen. Geschmückt wird der Baum nämlich unter anderem vom Wappen Papst Benedikt XVI. und aller sieben bayerischen Bischöfe. Außerdem zeigen die Tafeln natürlich das bayerische Wappen und das Münchner Kindl, außerdem weitere Tafeln, die das Leben in Schwabing zeigen.

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