Maibaum-Fest

Baum 18 Meter hoch
Junge Männer stellen mit "Schwaibeln" (gekreuzten Stangen) einen teilweise weißblau gestrichenen Baum auf: Die Burschen aus Oberdorf schwitzen anständig beim Aufstellen des Maibaums.
Die Burschen aus Oberndorf schwitzten anständig beim Aufstellen des Maibaums.

Rund 18 Meter ist der Maibaum hoch, den der Burschenverein und die Freiwillige Feuerwehr Oberndorf am 6. Mai 2017 in der Katholischen Akademie aufgestellt haben. 50 kräftige junge Männer aus dem Ort im Landkreis Ebersberg brachten die am Heiligen Abend gefällte und am Silvestertag geschälte Fichte auf einem Tieflader ins Herzen Schwabings. In rund anderthalb Stunden - unterbrochen von gelegentlichen Verschnaufpausen - wuchteten die oberbayerischen Burschen ab 15 Uhr das massive "Stangerl" auf traditionelle Weise mit "Schwaibeln" in die Senkrechte. "Der Baum ist eine Spende aus einem Privatwald bei uns im Ort" erzählten Michael Winhart und Johannes Reichert vom Burschenverein. "Der edle Spender is a mit dabei und hat bsonders kräftig ogeschoabn - schließlich is ja seiner", meinten die beiden verschmitzt.

Ab 15 Uhr öffnete auch der Park der Akademie und es gab für alle Besucher, Freunde und Nachbarn der Akademie, Bier und Schmankerl vom Grill, Wein, Kaffee und "Auszogne". Bei schönstem Sonnenschein - Samstag war der einzige schöne Tag der Woche - feierten Stadt und Land bis in den Abend hinein. Musikalisch begleitet wurden das Baumaufstellen und das Fest von der Siegertsbrunner Dorfmusik unter der Leitung von Franz Nachbichler. Und ihre "Goaslschnaltzer" hatten die Oberndorfer Burschen zusätzlich mitgebracht, so dass es zwischendurch sogar recht laut war.

Und während die rund 500 Gäste und die meisten Mitglieder des Burschenvereins nach dem Maibaum-Aufstellen feierten, musste einige weiterarbeiten. Denn noch am Samstagnachmittag brachten sie die von der Metallbaufirma Bergmeister gefertigten Schilder am Maibaum an. Eine Hebebühne an einem Autokran brachte die Arbeiter nach oben, die alle 22 Darstellungen anbrachten: die Schilde des großen bayerischen Staatswappen und des päpstlichen Wappens, darüber das Logo der Akademie und eine Bild, das die Arbeit der Akademie wiedergibt, dann zwei Darstellungen, die das Leben in Schwabing symbolisieren (Künstler und Fischer) und dazu eine Darstellung des Schlosses Suresnes. Im oberen Bereich des Maibaums finden sich schließlich die Wappen der sieben bayerischen Bischöfe mit dem Wappen der jeweiligen Bischofsstadt. Direkt unter dem Kranz und dem bayerischen Löwen auf der Spitze fand das letzte Schild seinen Platz: das Wappen der ehemaligen Stadt Schwabing vor ihrer Eingemeindung nach München - Ähren.

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