Kitsch oder Klasse?

Die Cäcilienmesse ...
Zwei Männer sitzen auf dem Podium: Dr. Frank Höndgen (re.) und Studienleiter Dr. Johannes Schießl horchten auf die Fragen aus dem Publikum.
Dr. Frank Höndgen (re.) und Studienleiter Dr. Johannes Schießl horchten auf die Fragen aus dem Publikum.

Benannt nach der Patronin der Kirchenmusik, gilt die Cäcilienmesse neben seiner Faust-Oper als das Meisterwerk von Charles Gounod. Die Messe des 1818 geborenen französischen Komponisten wurde 1855 in Paris uraufgeführt und erfreut sich bis heute größter Beliebheit. Doch die Meinungen der Kritiker sind gespalten - romantischer Kitsch oder tief religiöses Meisterwerk?

Rund 150 Musikliebhaber hatten am Abend des 17. Mai 2018 Gelegenheit, einem der besten Kenner der Festmesse von Gounod zuzuhören. Dr. Frank Höndgen, Chordirektor und künstlerischer Leiter der Kirchenmusik an St. Michael in München, ging in seinem Referat auf die Entstehungsgeschichte ein, ordnete das Werk in den liturgietheologischen Kontext ein und erläuterte mit Musikbeispielen Gounods Kompositionstechnik.

Frank Höndgen, der im vergangenen Jahr eine Neuausgabe der Cäcilienmesse besorgt hat, hat sie bereits 25 mal mit dem Chor von St. Michael aufgeführt, zum nächsten Mal an Pfingsten in der Münchner Jesuitenkirche. Eine ganze Reihe von Chorsängern kam direkt von der Generalprobe in die Akademie, um dem Vortrag ihres Dirigenten zu lauschen.

Und noch ein zweiter Kirchenchor, der von Heilig Kreuz in Straßberg bei Augsburg, der Pfarrkirche von Akademiedirektor Dr. Florian Schuller, machte sich eigens auf den Weg nach München.

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