Insekten sterben

Experten benennen Gründe ...
Drei Männer beim Gespräch: Studienleiter Dr. Johannes Schießl (li.) moderierte das Podiumsgespräch mit den beiden Experten Dr. Andreas Segerer (Mi.) und Professor Gerhard Haszprunar.
Studienleiter Dr. Johannes Schießl (li.) moderierte das Podiumsgespräch mit den beiden Experten Dr. Andreas Segerer (Mi.) und Professor Gerhard Haszprunar.

Mit dem Insektensterben befasste sich am 23. April 2018 eine Abendveranstaltung der Katholischen Akademie Bayern. Dr. Andreas Segerer, Insektenforscher an der Zoologischen Staatssammlung München und Verfasser des bayerischen „Schmetterlings-Atlas“, verwies darauf, dass allein in den wenigen Jahren des 21. Jahrhunderts hierzulande 388 Arten ausgestorben seien, das sind etwa 12 Prozent der heimischen Schmetterlingsarten. Schuld daran sei vor allem eine industriell geprägte intensive Landwirtschaft, die Stichworte lauten Flurbereinigung und Überdüngung sowie der Einsatz von Unkrautvernichtungs- und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Das bleibe nicht ohne Folgen für die Pflanzen- und Tierwelt, sind doch 90 Prozent der Pflanzen auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen und bilden die Insekten als artenreichste Gruppe höherer Lebewesen die wichtigste Nahrungsquelle etwa für Vögel. Ganz konkrete Tipps zur Förderung der Biodiversität gab Professor Gerhard Haszprunar den rund 100 Interessierten. Der Generaldirektor der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayern forderte etwa, auf Wiese statt auf Rasen und auf Blütenhecken statt Thujen zu setzen. Sinnvoll seien auch die Begrünung von Parkplätzen, Hausdächern und -wänden.

Ein Team des Bayerischen Fernsehen war vor Ort. Unsere Veranstaltung wird Teil eines Themenabends in ARD-alpha über Insekten. Sendetermin ist wohl Montag, 25. Juni 2018, um 20.15 Uhr.

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