Hitlers Weltanschauung

"Mein Kampf" als politische Programmatik
Zwei Menschen sitzen nebeneinander in der ersten Reihe: Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig und Prof. Dr. Andreas Wirsching gingen vor ihren Vorträgen und der Diskussion noch einmal ihre Unterlagen durch.
Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig und Prof. Dr. Andreas Wirsching gingen vor ihren Vorträgen und der Diskussion noch einmal ihre Unterlagen durch.

Die Abendveranstaltung „Hitlers Weltanschauung. ‚Mein Kampf‘ als politische Programmatik“ in der Katholischen Akademie Bayern am 25. juni 2014 spürte dieser erstrangigen historischen Quelle nach, in der Adolf Hitler, lange bevor er sein verbrecherisches Regime begründen konnte, seine Ideen darlegte und sein Programm entwickelte. Prof. Dr. Barbara Zehnpfennig, Professorin für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Passau, stellte im ersten Referat des Abends das ideologische Konzept von „Mein Kampf“ vor, in dem Hitler eine in sich konsequente, bewusst anti-marxistisch und anti-jüdisch angelegte Weltanschauung entwickelte und einen innen- wie außenpolitischen Fahrplan vorstellte.

Prof. Dr. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte und Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität München, betonte vor den rund 300 Zuhörern die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen, kritisch kommentierten Edition, wie sie das von ihm geleitete Institut derzeit erarbeitet, schilderte aber auch die damit verbundenen Probleme, sowohl wissenschaftlicher wie politischer Art. Erstmals gab er auch einer breiteren Öffentlichkeit Einblick in Aufbau und Gestaltung der projektierten Ausgabe.

Gerade die Frage, ob eine solche kritische Edition angemessen ist oder nicht, wurde und wird heftig diskutiert. Auch bei den Fragen, die nach den beiden Vorträgen aus dem Kreis des Publikums gestellt wurden, spielte diese Kontroverse eine wichtige Rolle.

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