Gerondissa Diodora

Orthodoxe Äbtissin bei Junger Akademie
Zwei Frauen lachen in die Kamera. Rechts steht Äbtissin Gerondissa Diodora im Ordensgewand und links in einem lila Pullover Sr. Agape.
Lächelnd zu Besuch in der Katholischen Akademie: Äbtissin Gerondissa Diodora (re.) und Sr. Agape.

In der Gesprächsreihe „WortReich“ waren am Montag, 20. Oktober 2014, Äbtissin Gerondissa Diodora und Sr. Agapi zu Gast. Den ca. 35 Teilnehmern erzählte Äbtissin Diodora in lebendiger Weise von ihrem „turbulenten“ Lebensweg: 1964 als Charlotte Stapenhorst in Göttingen geboren, evangelisch getauft und später im Saarland aufgewachsen, besuchte Diodora ein Elite-College in Wales, studierte in Berlin Kunstgeschichte und kam durch ein Studienstipendium auf die Insel Naxos. Dort erfuhr sie ihre Berufung zu einem Leben als griechisch-orthodoxe Nonne. 1988 zog sie nach Athen, lernte Griechisch, studierte Theologie und konvertierte zur griechischen Orthodoxie. 1995 legte sie die Ordensgelübde ab und ist inzwischen Äbtissin des Klosters Hl. Georg in Mouzaki am Westrand der thessalischen Ebene. Der Beiname „Gerondissa“ (ausgesprochen Jerondissa) bedeutet „die Ältere“ und heißt, dass mehrere Mitschwestern sie zur „Achse“ der Gemeinschaft, wie Diodora es nennt, gemacht haben und sie nun das ausgleichende Verbindungsglied in der Gemeinschaft ist. Kommunikation sei mit das Wichtigste in einer griechisch-orthodoxen Klostergemeinschaft, welche vor allem aufgrund ihrer meist großen Internationalität, der Betonung des Intellektuellen und des individuellen Zuschnitts auf die Bedürfnisse jedes und jeder Einzelnen eine starke Faszination ausübt.

Zurück