Freihandelsabkommen - pro und contra

Engagierte Diskussion
Sechs Männer sitzen auf dem Podium im Vortragssaal der Akademie. Sie diskutieren angeregt miteinander.
Lebhaft, aber auch sehr fair und sachlich wurde auf dem Podium diskutiert.

Mit einer der im Moment wichtigsten Fragen der internationalen Wirtschaftspolitik beschäftigte sich die Katholische Akademie am Abend des 18. Februar 2014. Sechs Experten debattierten in der Veranstaltung "Das Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU" über Chancen und Risiken dieses geplanten und heftig umstrittenen Vertragswerkes. Moderiert von Dr. Fritz R. Glunk, Gründungsherausgeber des politischen Kulturmagazins "DIE GAZETTE", diskutierten der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament, der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Markus Krajewski, der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Karl-Heinz Paqué, Andreas Povel, der Geschäftsführer der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland, sowie Uwe Wötzel, Gewerkschaftssekretär im Bereich Politik und Planung der ver.di-Bundesverwaltung. Zusammen mit mehr als 200 Zuhörern war auch der US-amerikanische Generalkonsul in München William Ernest Moeller als Gast zur Veranstaltung gekommen.

Hauptkritikpunkt der Gegner der "Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP), wie das Abkommen offiziell heißen soll, war die Tatsache, dass die Verhandlungen weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit laufen und selbst das Europäische Parlament und die nationalen Regierungen viele Details nicht kennen würden. Demgegenüber appelierten die Unterstützer des zukünftigen Vertrags an den Glauben an eine Wertgemeinschaft zwischen Amerika und Europa. Man solle vertrauensvoller mit einander umgehen und nicht immer nur finstere Machenschaften vermuten.

Die Veranstaltung wurde für einen Beitrag der Reihe "alpha-lógos" in BR-alpha, dem Bildungskanal des Bayerischen Rundfunks, aufgezeichnet. Geplanter Sendetermin ist Sonntag, 6. April 2014, 19.30 Uhr.

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