Franz-Christoph Zeitler

Vortrag zur Finanzkrise
Zwei Männer sitzen am Pult im Vortragssaal der Akademie. Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler (li.), ehem. Vizepräsident der Bundesbank (li.) diskutiert - Akademiedirektor Dr. Florian Schuller moderiert.
Akademiedirektor Dr. Florian Schuller (re.) konnte Professor Franz-Christioph Zeitler, den ehemaligen Vizepräsidenten der Deutschen Bundesbank begrüßen.

Vor den großen Gefahren der Finanzkrise für die Wirtschaft in Deutschland und Europa warnte Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler, der ehemalige Vizepräsident der Deutschen Bundesbank, am 28. März 2012 in der Katholischen Akademie. Der Finanzexperte sprach vor den Teilnehmern des Fachforums Sozialethik der Akademie unter dem Titel "Finanzkrise - Staatsschuldenkrise - Eurokrise. Wo führt das hin?" Er zeigte sich skeptisch, ob die Gefahren - trotz einer Zwischenerholung - schon gebannt sind.

Als mögliche Lösungswege sah Professor Zeitler, die gegenwärtige Politik der Schutzschirme beizubehalten, aber strikt darauf zu achten, dass in den Krisenstaaten Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt, im Rentensystem und anderen zentralen Feldern umgesetzt werden. Auch warnt er davor, die Summen für diese Rettungsschirme unbegrenzt zu erhöhen. Regelungen für eine geordnete Staateninsolvenz mit der Schaffung von echten Sicherheiten für die Gläubiger, so sein Fazit, könnten helfen, das Vertrauen der Kapitalmärkte zurückzugewinnen.

Das Forum Sozialethik der Katholischen Akademie lädt in unregelmäßigen Abständen bedeutende Persönlichkeiten der Wirtschaft zum Gespräch. Vor Professor Zeitler waren schon Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens, und Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber zu Gast.

 

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Ausgabe zur debatte 6/2012.

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