Erforschung der Tiefsee

Rohstoffe aus dem Ozean
Zwei Menschen sitzen auf Stühlen im Ehrensaal des Deutschen Museums und unterhalten sich. Links sitzt Prof. Dr. Antje Boetius, rechts Prof. Dr. Markus Vogt.
Nach ihrem Referat diskutierte die Geomikrobiologin Antje Boetius mit dem Sozialethiker Markus Vogt.

Prof. Dr. Antje Boetius, eine der profiliertesten deutschen Polar- und Meeresforscherinnen, war am 18. November 2015 zu Gast in unserer Reihe "Wissenschaft für jedermann". Bei der ausverkauften Veranstaltung - organisiert in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum - mit dem Titel "Die Erforschung der Tiefsee. Chancen und Risiken der Nutzung von Rohstoffen aus dem Ozean" schilderte die Professorin für Geomikrobiologie Szenarien, dass in Zukunft industrieller Bergbau auf dem Grund der Ozeane eine Realität werden könnte. Antje Boetius warnte dabei vor den Risiken, die durch den industriellen Rohstoffabbau für die bis dato weitgehend noch unbekannte Natur in den Tiefen der Meere drohten. Die Wissenschaftlerin, Leiterin der Helmholtz-Max-Plank-Brückengruppe für Tiefsee-Ökologie und -Technologie am Alfred-Wegener-Institut, legte dar, dass es sich bei all den Überlegungen zwar noch um Zukunftsmusik handele, denn noch seien die Kosten für den Tiefsee-Bergbau verglichen mit den noch moderaten Rohstoffpreisen zu hoch. Allerdings seien die Claims - im wahrsten Sinne des Wortes - in den Ozeanen schon abgesteckt und es sei zu befürchten, dass der Abbau beginne, sobald er wirtschaftlich sei.

Nach ihrem Referat diskutierte die Meeresforscherin mit dem Sozialethiker Prof. Dr. Markus Vogt, Professor für Christliche Sozialethik an der LMU München, über die von ihr aufgezeigten Fragen.

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