Deutsche Außenpolitik

Stefan Kornelius zu Gast
Drei Männer unterhalten sich in lockerer Atmosphäre: Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung, der japanische Generalkonsul Hidenao Yanagi und ein weiterer Gast der Veranstaltung (v.l.n.r.).
Gespräch in lockerer Atmosphäre: Stefan Kornelius von der Süddeutschen Zeitung, der japanische Generalkonsul Hidenao Yanagi und ein weiterer Gast der Veranstaltung (v.l.n.r.).

 

Die Politik muss Außenpolitik ganz anders konzipieren, erklären und durchführen als dies bei innenpolitischen Entscheidungen der Fall ist. Dies postulierte Stefan Kornelius, Leiter Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung, bei einem Vortrag in der Katholischen Akademie Bayern. In der Veranstaltung „Neupositionierung deutscher Außenpolitik. Ziele, Schwierigkeiten, Grenzen“ am 15. Oktober 2014 machte der Journalist, der sich seit fast zwei Jahrzehnten mit außenpolitischen Themen befasst, klar, dass es nicht zielführend sei, bei außenpolitischen Entscheidungen immer hohe moralische Grundsätze vor sich herzutragen. Sondern die Politik müsse kommunizieren, welche Interessen Deutschland in welcher Region habe und warum man deshalb wie handle. Nur dann würden die Bürger außenpolitische Entscheidungen verstehen und auch mittragen. Und, so stellte Kornelius auch klar, es dürfe und müsse ebenfalls gesagt werden, wenn Deutschland irgendwo keine Interessen habe und sich daher aus bestimmten Konflikten heraushalte. Selbst dann, wenn schlimme Bilder und Nachrichten in den Medien zu sehen seien und Emotionen weckten. Außenpolitik müsse mit Unrecht leben und Dilemmata aushalten.

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