Der Papst

Benedikt XVI. und Franziskus
Prof. Dr. Rudolf Voderholzer, Bischof von Regensburg, steht im Foyer der Akademie und unterhält sich mit einiger der rund 500 Besuchern des Symposiums.
Bischof Rudolf Voderholzer hielt nicht nur ein Referat zum Pontifikat Benedikts XVI., sondern blieb noch zum Gespräch in der Akademie.

Theologie, Kirchenverständnis und Spiritualität von Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus standen im Mittelpunkt des Symposiums "Der Papst" am 19. April 2013. Bischof Prof. Dr. Rudolf Voderholzer von Regensburg, der wohl beste Kenner der Theologie Joseph Ratzingers und verantwortlich für die Herausgabe des Gesamtwerks des emeritierten Papstes, betonte an diesem Abend vor mehr als 500 Zuhörern, dass die Kritik an Benedikt XVI., er sei  hinter das Zweite Vatikanische Konzil zurückgegangen, grundfalsch sei. Richtig sei das Gegenteil, so Bischof Voderholzer: "Sein Leben und Wirken ist mit allen Phasen des Konzils in intensiver Weise verknüpft." Und auch das Zweite Vatikanische Konzil sei mit Benedikt XVI. verknüpft, er habe es mit geprägt. Denn man könne es ohne die theologischen Vorarbeiten gerade Joseph Ratzingers gar nicht verstehen, so der Regensburger Bischof, dessen Referat Sie unten als pdf-Datei finden.

Auch Professor Dr. Bertram Stubenrauch, Dogmatiker an der Universität München, lobte den zurückgetretenen Papst, der gezeigt habe, dass Tradition immer etwas Lebendiges sei. Das mache ihm Mut, aktuelle theologische Streitfragen kreativ anzugehen.

Der Jesuitenpater Michael Sievernich, der seinen Mitbruder Jorge Mario Bergoglio seit vielen Jahrzehnten kennt, nannte den jetzigen Papst Franziskus "politisch, kulturell interessiert und warmherzig". Seine von vielen Menschen gelobten Gesten seien der Ausdruck dessen, was er lebt, war sich Sievernich sicher.

Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie in der Ausgabe zur debatte 4/2013.

Zurück