Das Schmelzen der Gletscher

Klimawandel vor der Haustüre
Am Rednerpult stellte Dr. Wilfried Hagg von der Kommission für Glaziologie mit Hilfe einer Power Point Präsentation und vielen historischen und aktuellen Bildern das Schmelzen der bayerischen Gletscher dar.
Dr. Wilfried Hagg bei seinem Vortrag: Das Schmelzen der bayerischen Gletscher scheint nicht aufzuhalten zu sein.

Den wohl besten Kenner der fünf bayerischen Gletscher hatte die Katholische Akademie am Abend des 21. März 2013 zu Gast. Dr. Wilfried Hagg, Geograph an der Münchner LMU und Mitarbeiter der Kommission für Glaziologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, untersucht seit Jahren die Veränderungen dieser kleinen Alpengletscher. Bei der Veranstaltung "Das Schmelzen der Gletscher. Klimawandel vor unserer Haustüre" fiel seine Prognose für diese Schnee- und Eisfelder am Tag des kalendarischen Frühlingsanfangs düster aus. Bis Mitte des Jahrhunderts dürften bis auf den Höllentalgletscher alle "ewigen" Schneefelder verschwunden sein.

Prof. Dr. Hartmut Graßl, u.a. vormaliger Direktor des Weltklimaprogramms, weitete dann den Blick von Bayern auf die Welt und legte dar, inwieweit das weltweite Schmelzen der Gletscher Ausdruck des laufenden Klimawandels ist.

Prof. Dr. Josef H. Reichholf sah sich in seinem Referat und in seinen Diskussionsbeiträgen hingegen genötigt, vor "Alarmismus" zu warnen. Temperaturänderungen seien im Verlauf der Klimageschichte ein völlig normaler Vorgang und keine ökologische Katastrophe.

In einem Interview für die Radio Welt auf Bayern 2 am Abend des 21. März - kurz vor der Veranstaltung - hatte Dr. Wilfried Hagg ebenfalls seine Einschätzung dargelegt.

Zurück