Das neue Gotteslob

Experten geben Einblick
Vier Männer und eine Frau sitzen auf dem Podium und unterhalten sich angeregt beim Symposium über das neue Gotteslob: Maier, Kathi Stimmer-Salzeder, Florian Schuller, Stephan Heuberger und Markus Eham (v.l.n.r.).
Das Podium beim Symposium über das neue Gotteslob: Maier, Kathi Stimmer-Salzeder, Florian Schuller, Stephan Heuberger und Markus Eham (v.l.n.r.).

Fast 1300 Seiten ist es dick und wurde in einer Auflage von mehreren Millionen gedruckt: das neue Gotteslob, das einheitliche Gebet- und Gesangbuch aller deutschsprachigen Katholiken. Bei der Veranstaltung "Das neue Gotteslob" am 4. Juni 2014 in der Katholischen Akademie Bayern sprachen Experten über das neue "Gotteslob", aber auch über die Situation der Kirchenmusik im Allgemeinen, besonders ihre Rolle im Gottesdienst. Die Veranstaltung am frühen Abend begann mit einer Vesper (Liturge: Florian Schuller, Kantor:  Markus Eham, Organist: Stephan Heuberger) in der überfüllten Kapelle der Akademie, bei der die Lieder und Texte aus dem neuen Gesangbuch stammten.

Prof. Dr. Hans Maier, der erste Referent des Abends und ehemalige Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, schilderte seine jahrzehntelange Erfahrung mit Gesangbüchern, die er seit frühester Jugend als Organist machen konnte. Auch politische, ökumenische und kulturelle Entwicklungen, die sich aus der Abfolge verschiedener kirchlicher Gesangbücher seit dem 19. Jahrhundert ablesen lassen, legte er in seinem Vortrag dar.

Prof. Dr. Markus Eham, Professor für Liturgie, Musik und Stimmbildung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, stellte in seinem Referat Entwicklungsgeschichte und Inhalt des neuen Gesangsbuches dar, das das erste "Gotteslob" - 1975 eingeführt im Rahmen der Liturgiereformen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil - jetzt ablöst. Markus Eham - auch Diözesanbeauftragter für das neue "Gotteslob" im Erzbistum München und Freising - zeichnete die Traditionslinien nach, die im neuen Werk sichtbar werden, erläuterte die Neuerungen, begründete Streichungen und zeigte sich sehr zufrieden damit, dass alle Epochen der Kirchenmusik, viele unterschiedliche Stile und dezidiert ökumenische Musikstücke in großer Zahl im neuen Gesangsbuch vertreten sind.

Bei der abschließenden Podiumsdiskussion, die Akademiedirektor Dr. Florian Schuller moderierte, vertieften beide Referenten einzelne Punkte noch. Zusätzlich wirkten auf dem Podium mit Stephan Heuberger, Kirchenmusiker an der Universitätskirche St. Ludwig in München, als Mann der Praxis, und die Komponistin, Musikerin und Verlegerin Kathi Stimmer-Salzeder, von der einige der neuen Lieder im Gotteslob stammen.

Zurück