Das Auge glaubt mit

Kirche und Ästhetik
Drei Menschen stehen lachend vor einer mit wildem Wein bewachsenen Wand in der Evangelischen Akademie Tutzing: Astrid Schilling, die Mitorganisatorin der Tagung, flankiert von den beiden Akademiedirektoren Udo Hahn (re.) und Dr. Florian Schuller.
Freuen sich über die gelungene Tagung: Astrid Schilling, die Mitorganisatorin der Tagung von katholischer Seite, flankiert von den beiden Akademiedirektoren Udo Hahn aus Tutzing (re.) und Dr. Florian Schuller.

„Muss die Kirche ästhetisch sein?“ – dieser Frage gingen die Evangelische Akademie Tutzing und die Katholische Akademie Bayern am 9. und 10. Mai 2014 bei ihrer jährlichen gemeinsamen Tagung nach, die heuer in Tutzing stattfand. Ca. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich in der Rotunde der Evangelischen Akademie eingefunden, um Referate aus den Bereichen Liturgie, Kirchenmusik, Architektur und Kunst zu hören. Diese wurden von jeweils einem evangelischen und einem katholischen Referenten vorgetragen, um auf beiden Seiten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu benennen. Es ging u.a. darum, die Chancen und Grenzen einer „Inszenierung“ im Kirchenraum aufzuzeigen, um die Forderung nach mehr Stille und Schweigen im Gottesdienst, statt alles zu erklären und zu zerreden, um eine Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen Liturgikern und Kirchenmusikern, um moderne Sakralarchitektur und ihre Funktion sowie um qualitativ hochwertige und gelungene Kunst(installationen) in Kirchenräumen. Alle Referenten waren sich letztendlich einig, dass die eingangs gestellte Frage mit „Ja!“ zu beantworten ist, da die Kirche eigentlich gar nicht anders könne als ästhetisch zu sein, so Prof. Dr. Alexander Deeg, oder, wie es Dr. Guido Schlimbach zusammenfasste: „Das Auge glaubt mit.“

Lesen Sie hier Ausschnitte aus einem Bericht im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung.

In einer der kommenden Ausgaben unserer Zeitschrift "zur debatte" werden die Referate nachzulesen sein.

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