Afrika und unsere Verantwortung

Erzbischof Ludwig Schick ...
Drei Männer sitzen auf einem Podium: Erzbischof Ludwig Schick, Akademiedirektor Dr. Florian Schuller und Günter Nooke (v.l.n.r.) diskutierten engagiert im Iwalewa-Haus der Universität Bayreuth.
Erzbischof Ludwig Schick, Akademiedirektor Dr. Florian Schuller und Günter Nooke (v.l.n.r.) diskutierten engagiert im Iwalewa-Haus der Universität Bayreuth.

Den Abschluss des 60-Jahr-Jubiläums der Katholischen Akademie Bayern machten am Freitag, 13. Oktober 2017, der Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, und Günter Nooke, der Afrikabeauftragte der Bundeskanzlerin, im Iwalewa-Haus in Bayreuth, welches aufgrund des Afrika-Schwerpunktes der Universität Bayreuth deren Ausstellungs- und Studienhaus zu Afrika ist. Bevor um 18 Uhr das Gespräch zu „Afrika und unsere Verantwortung“ begann, bestand um 15.30 Uhr die Möglichkeit, die neu renovierte „Villa Wahnfried“, das Wohnhaus Richard Wagners, mit einer Führung zu besichtigen.
Um 18 Uhr begrüßte als Hausherr im Iwalewa-Haus zunächst der Universitätspräsident von Bayreuth, Prof. Dr. Stefan Leible. Nach einer kurzen Einführung in den Abend durch Dr. Florian Schuller stellte Michael Kleiner von der Stabsstelle Weltkirche des Erzbistums Bamberg einige Stücke der Ausstellung „Farben des Senegal – Kunst aus der Bamberger Partnerdiözese Thiès“ vor.
Nun folgte ein intensives Gespräch zwischen Erzbischof Schick und Günter Nooke über „Afrika und unsere Verantwortung“, moderiert von Akademiedirektor Dr. Florian Schuller. Zunächst wurde daran erinnert, dass Afrika ein Kontinent mit 54 Ländern ist und nicht ein großes Land, wo überall dieselben Bedingungen und Situationen gegeben sind. Rasch führte die Diskussion auch dahin, welche nun geeignete Maßnahmen sind, um Afrika wirklich voranzubringen – Bildung und berufliche Perspektiven für die jüngere Bevölkerung des Kontinents, dann aber weniger Spendengelder, die oft in korrupten Kanälen versickern, als vielmehr Hilfe zur Selbsthilfe. Einen interreligiösen Dialog zwischen Christen und Muslimen gibt es in den meisten afrikanischen Ländern, wenn auch in unterschiedlicher Stärke.
Sowohl der Erzbischof als auch der Afrikabeauftragte, die beide oft auf den Schwarzen Kontinent reisen, vermittelten den ca. 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmern letztendlich den Eindruck, dass ihnen die Thematik nicht nur aus beruflichen Gründen sehr am Herzen liegt, sondern dass es ihnen ein echtes persönliches Anliegen ist.

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