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Die Laudatio auf den Preisträger hielt der tschechische Außenminister Karl Fürst zu Schwarzenberg, der in seiner sehr persönlich gehaltenen Rede Halik als Menschen schilderte, für den die Wahrheit stärker als die Macht sei. Aufgewachsen im Geist der Liberalität habe Tomas Halik den katholischen Glauben gesucht und sei ein "christlicher Netzwerker".
Tomáš Halik, unser Preisträger, gehört zu den bekanntesten Gestalten der tschechischen Gesellschaft und Politik. Er war ein enger Vertrauter des ehemaligen Präsidenten und großen tschechischen Dichters Václav Havel sowie von Kardinal František Tomášek, dem langjährigen Erzbischof von Prag.
Mit der Preisverleihung würdigte die Katholische Akademie eine in vielerlei Hinsicht vorbildhafte Persönlichkeit. Obwohl er als Feind des kommunistischen Regimes unter besonderer Überwachung stand, studierte er im Verborgenen Theologie. In Erfurt im Geheimen zum Priester geweiht, arbeitete er in der Untergrundkirche. Trotz der bitteren Erfahrungen staatlicher Repression und Willkür gegen die Kirche wurde sein Glaube an das Gute im Menschen nicht erschüttert. Vielmehr wuchs in ihm eine feine Sensibilität gerade auch gegenüber atheistischen Menschen, denen er eine „scheue Religiosität“ zuerkennt.